Für Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte ist es jedes Mal einer seiner schönsten Termine, wie er selbst sagt: der Empfang der Sternsinger. An diesem Montag kamen fast 100 als Heilige drei Könige verkleidete Kinder, mit Kronen, Turbanen und Sternen. Mit ihnen sang der Bürgermeister das Lied „Wir kommen daher aus dem Morgenland“.
(Ein Video über den Empfang der Sternsinger im Rathaus ist hier zu sehen: Video)
Sternsinger Moritz Rehberg aus der Kirchengemeinde Heilige Familie in Bremen-Grohn schrieb mit Kreide den Segensspruch „20+C+M+B+26“ an die Rathaustür. Die Buchstaben CMB stehen für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.
In der Oberen Rathaushalle griff Bovenschulte selbst zur Gitarre und sprach dann über die Aktion der Sternsinger, die in diesem Jahr unter Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ steht. Er erinnerte daran, dass Kinderarbeit in früheren Jahrhunderten auch in Deutschland traurige Realität war und betonte, das er den Kampf dagegen für eine „ganz, ganz wichtige Aufgabe“ hält.
Einige Sternsinger berichteten über die Situation in Bangladesch, wo viele Kinder aus armen Familien arbeiten. Sie erzählten von dem Mädchen Nour, das mit sechs Jahren in einer Snackfabrik arbeiteten musste, und dem Jungem Tazim, der Aluminiumschüsseln produzierte und für elf Stunden Arbeit einen Lohn von nur umgerechnet 1,50 Euro erhielt.
Dann steckte Bovenschulte Geld in die Spendenbüchsen der Gruppen aus den einzelnen Kirchengemeinden und nahm sich Zeit für Fotos und Gespräche. fotografieren.
Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Bremen insgesamt 62.671,09 Euro. Davon kamen 44.264,86 Euro aus den fünf Kirchengemeinden des Katholischen Gemeindeverbandes Bremen (südlich der Lesum) und 18.406,23 Euro aus den katholischen Kirchengemeinden in Bremen-Nord. Mit diesen Spenden unterstützt die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte, die Kinder eine Zukunft schenken, etwa eine Schulausbildung.
