Der Arbeitskreis „Kirche & Kino“ zeigt am Dienstag, 21. April ab 18 Uhr im kommunalen Kino City 46 den Dokumentarfilm „Oeconomia“. Ingeborg Mehser, Mitglied des Arbeitskreises, wird eine Einführung geben. Der Film von Carmen Losmann wurde im Februar 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt und 2022 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Die Regisseurin Carmen Losmann interviewt Banker und Volkswirte, entwickelt Grafiken und verknüpft dies mit Aussagen kapitalismuskritischer Fachleute. Mit der Kernfrage „Wie entsteht eigentlich das ganze Geld?“ geht Carmen Losmann den oft undurchsichtigen und komplizierten Prozessen nach, die unser aller Leben bestimmen oder vernichten können
Der Dokumentarfilm „Oeconomia“ mit einer Länge von 89 Minuten macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Dieser Film bietet einen Blick in die Mechanismen des globalen Kapitalmarktes, den Regularien der nationalen und globalen Wirtschaftssysteme, die spätestens auch seit der großen Weltfinanzkrise immer undurchsichtiger geworden seien.
„Wenn Sie in der Wissenschaft fragen, kriegen sie auch Antworten“, sagt die Regisseurin. „Das Problem war: Ich wollte mit den Akteuren sprechen. Chefvolkswirte, bei der Europäischen Zentralbank, bei der Deutschen Bank, bei der Allianz.“ Und bei denen sei sie auf Ratlosigkeit gestoßen. Es sei auf dieser Ebene nicht leicht, darüber zu sprechen, dass Profite mit Schulden zusammenhingen.
