Arbeitskreis „Kirche & Kino“ zeigt von kirchlichen Jurys prämierte Filme

Auftakt ist am 15. September mit dem Drama „Green Border“

Der ökumenische Arbeitskreis „Kirche & Kino Bremen“ zeigt ab September in einer neuen Filmreihe ausgezeichnete Filme, die von kirchlichen Jurys prämiert worden sind. Dabei wird deutlich, dass dies keineswegs religiöse Filme sein müssen, sondern Spuren des Evangeliums in unterschiedlichen Genres sichtbar werden.

Vor jedem Kinofilm gibt es eine Einführung. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Alle Filme laufen im kommunalen Kino City 46, Birkenstraße 1 (Haltestelle Herdentor). 

Einführung von Pfarrer Dirk von Jutrczenka

Den Auftakt macht der 152 Minuten lange Beitrag „Green Border“ der Regisseurin Agnieszka Holland aus dem Jahr 2023. Dieses Drama ist am Dienstag, 15. September ab 18 Uhr zu sehen. Dirk von Jutrczenka, Pfarrer für Ökumene, Ethik und Weltanschauung in Oldenburg, wird eine Einführung geben.

Es geht um eine syrische Familie, die nach ihrer Flucht vor dem Krieg eine anstrengende Reise nach Schweden unternimmt. An der Grenze zwischen Belarus und Polen sitzen sie mit Dutzenden anderer Familien in einem sumpfigen Gebiet fest. Die europäische Koproduktion zwischen Polen, Tschechien, Frankreich und Belgien wurde beim Filmfestival von Venedig uraufgeführt und mehrfach preisgekrönt. 

“Geflüchtete werden als Menschen gezeigt”

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit wählte das Drama als Film des Monats Februar 2024. „Der Film erzählt multiperspektivisch das Schicksal dieser Menschen, die keiner will“ erklärte die Jury. „Die Stärke des Films liegt nicht im moralischen Zeigefinger auf die Doppelmoral europäischer Asylpolitik, sondern im Fokus auf das Schicksal der Geflüchteten. Sie werden als Menschen gezeigt, denen die Menschenwürde an der EU-Grenze genommen wird, wenn das Wort Pushbacks mit Bildern durchbuchstabiert wird.“

Hier gibt es einen Flyer zur Filmreiche: Flyer  
 


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Die Filme werden im kommunalen Kino City 46 gezeigt. Foto: Johannes Eichwede, City 46