Bundesverdienstkreuz für Wilhelm Tacke

Bürgermeister Bovenschulte würdigt sein langjähriges Engagement

Wilhelm Tacke (83) hat heute für sein langjähriges, vielseitiges Engagement das Verdienstkreuz am Bande erhalten. Bürgermeister Andreas Bovenschulte würdigte im Senatssaal des Rathauses vor allem Tackes langjähriges Engagement für die christlich-jüdische Verständigung.

Zusammen mit dem Bremer Landesrabbiner organisierte er dabei Reisen nach Israel und Synagogenführungen in Bremen, aber auch in Amsterdam, Antwerpen und ganz Norddeutschland. An der Preisverleihung nahm daher auch Elvira Noa, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bremen, teil.

Der Bürgermeister hob auch Tackes "tiefe Verwurzelung" mit Bremen und seiner Stadtgeschichte hervor und erinnerte an seine Streitschrift "Die Mär von den toleranten Bremern". Mit seiner Beschreibung der fehlenden Toleranz habe Tacke Recht gehabt. Verdienste habe er sich auch als langjähriger Vorsitzender des Vereins für Niedersächsisches Volkstum, Bremer Heimatbund erworben.

Während seiner Zeit als Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen von 1988 bis 2013 habe Tacke in der Stadt "die Wahrnehmbarkeit der katholischen Kirche deutlich erhöht", sagte Bovenschulte. Er lobte ebenso Tackes soziales Engagement zugunsten der "Müllmenschen" in Ägypten und seine Mitwirkung im Rundfunkrat von Radio Bremen.

"Ehrenämter haben zwar Zeit gekostet, aber sie wurden zu einem Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte", sagte Tacke selbst. Als Sprecher der katholischen Kirche habe er das Ziel gehabt, die in "manch Hanseatenhirnen" noch festsitzenden Vorurteile auszumerzen. Dazu hätten auch zahlreiche Auftritte in der Sendung "buten un binnen" von Radio Bremen beigetragen.


 Andreas Bovenschulte
 Wilhelm Tacke
 Katholischer Gemeindeverband in Bremen

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (links) und Wilhelm Tacke. Foto: Christof Haverkamp