Tipps & Termine

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Thementag Kultur „Kein schöner Land…“ – Idylle oder Verklärung?

„Kein schöner Land“ – so lautet der vielsagende Titel eines Volksliedes. Ist es der Gegensatz von Stadt und Land, oder das Lob der (vom Lindenbaum aus) überschaubaren bekannten Provinz/Heimat? Wann taucht der Gegensatz Stadt – Land bzw. Zivilisation – Natur in der deutschen Literatur seit dem 19. Jahrhundert auf? Hier wird der Bogen von der Romantik, dem Biedermeier und dem Realismus bis zur AussteigerKommune der 70er Jahre geschlagen. Mit der Verstädterung seit der Industrialisierung wurde in der bildenden Kunst nicht nur die Natur selbst, sondern das Leben auf dem Land ein Motiv der Malerei, das zwischen der Bauernwelt als Idylle und Ort der harten Arbeit und Beschränkung changierte. In der Musik lässt sich das Ideal vom vermeintlichen Idyll als ein roter Faden vom Barock (Telemanns „Landlust“) über Klassik (Haydns „Jahreszeiten, Beethovens „Pastorale“) sowie unzähligen Liedern der Romantik bis zu den heutigen Liedermachern (Herman van Veen „Hier unten am Deich“) finden.

Regina Gramse, Christof Eckardt, Dr. Oliver Rosteck
Gebühr: 18 € 

Startdatum:
18.02.2017
Startzeit:
10:00 Uhr
Ort:
Bildungswerk
Balgebrückstraße 22
28195 Bremen
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