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Da sahen sie,

dass der Stein vom Grab

weggewälzt war.

Lk 24,2

24.08.2010

Schmetterlinge für St. Franziskus

Schwester Judith verabschiedet sich aus dem Bremer Süden

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 24. August 2010

Bremen (mh). Mit einem festlichen Gottesdienst und einem gut besuchten Empfang hat sich die Pfarrgemeinde St. Franziskus am Sonntag, den 22. August, von ihrer langjährigen Gemeindereferentin Schwester Judith Terheyden verabschiedet.

23 Jahre lang war die heute 65-jährige Ordensfrau aus der Gemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen im Bremer Süden tätig. 1987 fing sie als Gemeindereferentin zunächst in Woltmershausen in St. Benedikt an. Seit 1993 war sie auch in Huchting für St. Pius zuständig und zwischenzeitlich gehörte über sieben Jahre auch St. Elisabeth in Bremen-Hastedt zu ihrem Wirkungsfeld. Zukünftig wird die engagierte Ordensfrau mit Zusatzausbildungen in Geistlicher Begleitung und meditativer Eutonie im AtriumKirche als Seelsorgerin arbeiten.

Anerkennende Worte für Schwester Judith, die mit 22 Jahren nach einer Lehre zur Hotelfachfrau in den Orden eintrat, dort auf dem Abendgymnasium die Fachhochschulreife erwarb und dann in Paderborn Religionspädagogik studierte, gab es bei der Abschiedsfeier viele. Pfarrgemeinderatsvorsitzende  Margrit Domsky beschrieb die gebürtige Westfälin als „fröhliche und warmherzige Frau, die das offene Wort nicht scheut und wunderbar spannend predigen kann“. Marlies Elberskirchen dankte Schwester Judith im Namen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands in St. Pius besonders für ihre engagierte Frauenarbeit. Ihre Veranstaltungen über Frauen in der Bibel oder das regelmäßige Frauenfrühstück hätten viele Frauen angezogen. Lore Herrisch hatte für die Frauen aus St. Benedikt in Woltmershausen, die so genannten „Benediktinerinnen“, ein Gedicht verfasst mit dem sie sich von ihrer Gemeindereferentin verabschiedeten. Die Leiterin der Kindertagesstätte St. Pius, Ulrike Kretschmer, dankte der Franziskanerin, dass sie immer ein offenes Ohr für die Kinder und die Mitarbeiterinnen der Kita hatte.

Pfarrer Peter Schäferhof verglich das Wirken der Ordensfrau, die in ihrer Freizeit gerne fotografiert und malt und zur Entspannung oft klassische Musik hört, mit der Schönheit und Zerbrechlichkeit eines „tönernen Gefäßes“. Schwester Judith sei es nicht darum gegangen, selbst im Mittelpunkt zu stehen, sondern Menschen mit Gott in Berührung zu bringen. Als Dankeschön für ihren langjährigen Dienst will die Gemeinde dazu beitragen, dass sie sich ihren Wunsch, ins Heilige Land zu reisen, erfüllen kann.

Schwester Judith dankte der Gemeinde zum Abschied nicht nur mit einem Segensspruch für die Zukunft, sondern auch mit selbst gebastelten Schmetterlingen. Der Schmetterling gilt in der christlichen Kunst noch heute als Symbol der Auferstehung. Mit seinen Metamorphosen mache er viele Prozesse der Veränderung durch und könne somit auch Mut machen für die Veränderungen, die die Pfarrgemeinde St. Franziskus in den letzten Jahren durchgemacht habe, so Schwester Judith in ihrer Abschiedsrede.

Die überzeugte Eutonie-Lehrerin ist froh, dass sie mit ihren beiden Mitschwestern, Schwester Regulinde und Schwester Christianis, in Bremen bleiben kann: „Mich hat es immer beeindruckt, wie offen, echt, eindeutig und bewusst die Menschen, die aktiv zur Pfarrgemeinde gehören, ihren Glauben hier leben“. Auch die Aufgeschlossenheit der Menschen, die kurzen Wege und den leicht internationalen Flair der Hansestadt möchte sie nicht mehr missen.

Jetzt freut sich die Ordensfrau, für die das regelmäßige Gebet, feste Meditationszeiten und das Einüben von Stille sehr wichtig sind, auf die Seelsorge im AtriumKirche und die Arbeit mit Menschen. „Für viele Menschen sind Ordensleute ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen oder eine Litfaßsäule. Wenn sich dann ein Gespräch ergibt – und das geschieht doch noch häufig – wäre das schon genug“, so Schwester Judith.

 Bilder (Martina Höhns):

Zahlreiche Gäste verabschieden sich von Schwester Judith Terheyden aus der Pfarrei St. Franziskus am 22. August in Huchting.