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Da sahen sie,

dass der Stein vom Grab

weggewälzt war.

Lk 24,2

12.08.2010

Abschied vom Diako

Schwester Theresita geht nach dreizehn Jahren Seelsorge Wechsel in der katholischen Krankenhausseelsorge

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 12.08.2010

Bremen (mh). Mit einem großen Strauß Sonnenblumen bedankte sich Geschäftsführer Walter Eggers gestern (11.08.) im Namen des Evangelischen Diakonie-Krankenhauses bei Schwester M. Theresita Rüße. Die katholische Ordensfrau aus der Gemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen war dreizehn Jahre katholische Seelsorgerin im DIAKO in Bremen-Gröpelingen, in der Roland-Klinik und im Hospiz. Gestern wurde sie im Rahmen einer Ökumenischen Andacht und eines Empfangs von zahlreichen Gästen und Mitarbeitern aus dem Dienst in der Krankenhausseelsorge verabschiedet.

Ihr Nachfolger ist Ulrich Schratz, bisher Dekanatsreferent und Pastoralreferent in der Pfarrei St. Katharina von Siena. Schwester Theresita wird zukünftig als pastorale Mitarbeiterin in der Pfarrei St. Katharina von Siena in Bremen-Schwachhausen und –Horn tätig sein.

Als „besonders einfühlsam und sehr zuverlässig“ beschrieb Eggers die engagierte Ordensfrau, die vor ihrer Tätigkeit in der Krankenhausseelsorge 18 Jahre als Gemeindeschwester im Bremer Westen und davor 16 Jahre als OP- und Anästhesieschwester im Münsterland tätig war. Ihre enge Verbundenheit mit den Patienten und Mitarbeitenden, ihre große Hingabe in der Begleitung von kranken und sterbenden Menschen hätten ihn stark beeindruckt.

Schwester Theresita, die 1937 in Schlesien geboren wurde und als 20-Jährige mit 37 anderen jungen Frauen in die Ordensgemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen eintrat, habe im DIAKO vielen Menschen in existentiellen Krisen zur Seite gestanden und sei in dem evangelischen Krankenhaus wirklich zu Hause gewesen, sagte Bernhard Memering, Leiter des Katholischen Krankenhauspfarramtes. „Sie hat getröstet, wenn die tiefen Wasser und seelischen Fluten, die Menschen in Krankheit und Tod zu überschwemmen drohten“. Zuvor hatte Memering die Versetzungsurkunden des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, für die beiden Seelsorger verlesen.

Die ökumenische Zusammenarbeit mit den evangelischen Kolleginnen lag Schwester Theresita, die im Winter schon hin und wieder mit einem Werder-Schal um den Hals gesichtet wurde, besonders am Herzen. Pastorin Birgit Wille und Pastorin Uta Küpper-Lösken fiel der Abschied von der dienstältesten Seelsorgerin am DIAKO sichtlich schwer.

Anerkennende Worte fand auch Richard Rose, Sozialarbeiter am DIAKO. „Zuverlässig, einfühlsam, auf ihre eigene Art bescheiden und mit der Arbeit zufrieden“ sei Schwester Theresita gewesen. Für sie sei auch in Zukunft stets ein Platz beim Mittagstisch in der Cafeteria frei.

Sichtlich bewegt bedankte sich die 73jährige Ordensfrau für die vielen guten Worte: „Ich war mit meinem Herzen hier im Dienst und ich lasse etwas von meinem Herzen zurück“. Mit einem Zitat aus dem Stufen-Gedicht von Hermann Hesse sagte sie dem DIAKO Adieu und wünschte ihrem Nachfolger Ulrich Schratz alles Gute: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“.

Ulrich Schratz wurde von Pastor Bernhard Brinkmann und Bernhard Memering als Zeichen für seinen Dienst in der Krankenhauseelsorge eine Bibel und eine Burse für die Krankenkommunion überreicht. Der 1957 in Osnabrück geborene Pastoraltheologe wird zunächst eine Ausbildung in klinischer Seelsorge in Heidelberg absolvieren und dann schwerpunktmäßig im DIAKO, aber auch im Klinikum Mitte tätig sein. Schratz freut sich auf die Einzelseelsorge im Krankenhaus und die gute ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit.

Musikalisch wurde die Feier von Melinda Havasi-Kiss an der Blockflöte und Kim Singu am Klavier gestaltet. Zu den zahlreichen Gästen gehörte auch Pastor Reinhard Gilster, evangelischer Seelsorger am katholischen Krankenhaus St. Joseph-Stift und selbst lange Zeit Seelsorger im DIAKO.

Bilder (Martina Höhns):

Ulrich Schratz, Schwester Theresita Rüße und Walter Eggers, Geschäftsführer des DIAKO.

Walter Eggers verabschiedet Schwester Theresita Rüße und heißt Pastoralreferent Ulrich Schratz herzlich willkommen.