Aktuelle Mitteilungen

Aktuelle Mitteilungen

12.09.2010

Zwei neue Seelsorger für die Pfarrei St. Raphael im Bremer Osten

Pastor With und Diakon Goritzka in St.-Antonius-Kirche eingeführt

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 12.09.2010

Bremen (mh). Mit gut 350 Gästen war die St.-Antonius-Kirche in Bremen-Osterholz am Samstagnachmittag (11.09.2010) bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Einführung der beiden neuen Seelsorger, Pastor Rüdiger With und Diakon Dr. Richard Goritzka, waren Gemeindemitglieder aus allen sechs Kirchenstandorten der katholischen Pfarrei St. Raphael und Vertreter der evangelischen Nachbargemeinden im Bremer Osten gekommen.

Nach fast 20 Monaten Vakanz wurde die Stelle des zweiten Priesters in Bremens größter katholischer Pfarrei, zu der über 12.000 Katholiken gehören, mit Pastor Rüdiger With wiederbesetzt. Der 51 Jährige war zuvor Pastor auf der Insel Borkum, wo er seinen Dienst auf den Tag genau vor fünf Jahren, am 11. September 2005 angetreten hatte. Neu hinzugekommen ist die Stelle eines hauptamtlichen Diakons, allerdings nur zu 25%. Die meiste Zeit wird Diakon Dr. Goritzka, der als gebürtiger Bremer nach gut 35 Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt, als Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt in Bremen-Oslebshausen im Einsatz sein. Zuvor war er als Diakon in Aurich, Sande, Wiesmoor und Wittmund tätig und Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Meppen in der Abteilung in Aurich.

Für den Pfarrgemeinderat begrüßten Annette Prevot und Gudrun Pusch die beiden neuen Mitarbeiter. Diakon Goritzka überreichten sie Bremer Kaffee, damit er sich nach den vielen Jahren in Ostfriesland und dem dort obligatorischen Tee auch wieder an das Kaffeetrinken gewöhnen könne. Dazu erhielt er ein „Kaffeemaß“, das ihm auch dabei helfen soll, das rechte Maß in der Arbeitsaufteilung zwischen der Justizvollzugsanstalt und der Kirchengemeinde zu finden.

Pastor With schenkten sie ein „Energie-Paket“ mit verschiedenen Bremer Spezialitäten, von Herings Happen über Bremer Babbeler, Bremer Schokolade und Bremer Kaffee. Dazu ein paar Steine, die ihn daran erinnern sollten, dass die Menschen in der Pfarrei St. Raphael so unterschiedlich sind wie die Steine am Strand von Borkum. Das ganze war geschmückt mit Wipfeln von allen sechs Kirchenstandorten der Pfarrei St. Raphael. Pastor With wird zukünftig im Pfarrhaus der St.-Antonius-Kirche am Oewerweg wohnen.

Propst Dr. Martin Schomaker verlas während des Einführungsgottesdienstes die Ernennungsurkunden des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode. In seiner Predigt beschrieb er die differenzierten Dienste in der Kirche: Der Diakon zähle zu den ältesten Diensten. Seine Aufgabe sei es, besonders zu den Menschen zu gehen, die am Rand stehen und sich für die Anliegen der Armen in der Gesellschaft einzusetzen. Der Priester, so Schomaker, sei kein Einzelkämpfer, sondern eingebunden in eine Gemeinschaft. Seine besondere Aufgabe sei es dort zu sein, wo Menschen an ihre Grenzen kommen, besonders in Krankheit und Tod oder wenn Menschen schuldig werden. Die Feier der Eucharistie gehöre zu den ureigensten Aufgaben des Priesters.

Musikalisch wurde der Einführungsgottesdienst von mehreren Chören gestaltet: Neben dem Schulchor der St.-Antonius-Schule unter Leitung von Annette Prevot sang ein Chor aus allen Kirchenstandorten unter Leitung von Elisabeth Hunold-Lagies und Wilhelm Nikolaus Bassen sowie ein Mädchenchor, der von Stephan Reiß am Klavier begleitet und von Elisabeth Hunold-Lagies geleitet wurde. Im Anschluss an den Einführungsgottesdienst wurde im Pfarrzentrum weitergefeiert.

Unter der Leitung von Pfarrer Joachim Dau bilden Pastor Rüdiger With und Diakon Dr. Richard Goritzka zukünftig mit zwei Pastoralreferenten, zwei Gemeindereferenten und einer pastoralen Mitarbeiterin das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Raphael. Dazu kommen mit Teilzeitstellen eine Sozialpädagogin, sieben Kirchenmusiker und vier Pfarrsekretärinnen.

Die Pfarrei St. Raphael umfasst elf sehr unterschiedlich geprägte Bremer Ortsteile: Neue Vahr, Gartenstadt Vahr, Blockdiek, Osterholz, Ellenerbrok-Schevemoor, Tenever, Sebaldsbrück, Hemelingen, Arbergen, Mahndorf sowie ein kleines Gebiet von Oberneuland. In St. Raphael leben Katholiken aus über 60 Herkunftsländern. Die größten Gruppen kommen aus Polen, Kroatien, Ghana, Italien, Spanien, Vietnam und dem Gebiet des früheren Jugoslawien. Regelmäßig kommen in St. Raphael Eriträer, Polen, Koreaner und Vietnamesen zu muttersprachlichen Andachten und Gottesdiensten zusammen.