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Hl. Katharina von Siena

15.12.2010

Kapelle St. Barbara in Arbergen

St. Barbara

Kapelle St. Barbara in Arbergen wird verkauft

Die katholische Pfarrei St. Raphael im Bremer Osten gibt die Kapelle St. Barbara in der Hermann-Osterloh-Straße 4 in Arbergen auf. Am 17. November hat der Kirchenvorstand beschlossen, das 1977 gebaute Gemeindehaus mit Kapelle und Wohnhaus an einen privaten Bauträger zu verkaufen. Die vorhandenen Gebäude sollen abgerissen und an ihrer Stelle Wohnhäuser gebaut werden. Entsprechende Vertragsverhandlungen werden derzeit geführt. Voraussichtlich wird St. Barbara am 1. August 2011 an den neuen Besitzer übergeben. Die Gemeindemitglieder wurden inzwischen ausführlich mündlich und mit dem Pfarrbrief vom 27. November auch schriftlich über die Entscheidung informiert.

Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Raphael hatte bereits vor zwei Jahren, am 9. Juni 2008, endgültig beschlossen, den Kirchenstandort in Arbergen aufzugeben. Entsprechende Überlegungen gab es seit über fünfzehn Jahren. Ausschlaggebend für den vom Kirchenvorstand einstimmig getroffenen Beschluss waren sowohl seelsorgliche als auch finanzielle Gründe.

Das multifunktionale Gebäude wurde in den letzten Jahren nicht mehr so genutzt wie es in den 1970erJahren gedacht war, als St. Barbara als Außenstation von St. Godehard gebaut wurde. An den heiligen Messen, die wöchentlich einmal werktags sowie alle vierzehn Tage samstags stattfinden, nehmen nach jüngsten Zählungen selten mehr als 30 Gemeindemitglieder teil. Gleichzeitig steigen die Kosten für den Unterhalt und eine notwendige umfassende Renovierung, die vom Bistum Osnabrück nicht mehr mitgetragen werden.

Nachdem die Bemühungen, einen anderen christlichen, caritativen, sozialen oder kulturellen Träger für das Gemeindezentrum zu finden gescheitert sind, hat der Kirchenvorstand am 17. November beschlossen, St. Barbara an einen privaten Bauträger zu verkaufen, der die Gebäude abreißt. Vor der Übergabe an den neuen Besitzer im Sommer 2011 wird die St. Barbara Kapelle profaniert, also entwidmet und damit die kirchliche Nutzung des Gotteshauses beendet. Dieser Termin zum Ende des Kindergartenjahres wurde in Absprache mit der Kindergartengruppe gewählt, die seit über 25 Jahren von einer Elterninitiative in St. Barbara betrieben wird.

Der Pfarrgemeinderat von St. Raphael wird in den nächsten Monaten ein pastorales Konzept für die Katholiken in Arbergen und Mahndorf entwickeln, das ihnen zukünftig eine Anbindung an den Kirchenstandort St. Godehard in Hemelingen erleichtert. Der Pfarrgemeinderat ist sich bewusst, dass es besonders den Katholiken in Arbergen und Mahndorf nicht leicht fallen wird, sich von dem Standort St. Barbara zu verabschieden, zumal viele Gemeindemitglieder den Aufbau noch miterlebt und aktiv unterstützt haben.

Zur Pfarrei St. Raphael im Bremer Osten mit über 12.000 Katholiken gehören derzeit sechs Kirchen oder Kapellen: St. Antonius in Osterholz, St. Barbara in Arbergen, St. Godehard in Hemelingen, St. Hedwig in der Neuen Vahr, St. Laurentius in der Gartenstadt Vahr und St. Thomas in Blockdiek.

Im Dekanat Bremen, also in dem Teil von Bremen, der zum Bistum Osnabrück gehört, ist die St. Barbara-Kapelle in Arbergen das dritte katholische Gotteshaus, das abgerissen wird. 1994 wurde die St. Franziskus Kirche in Grolland abgerissen, im März 1999 die St. Laurentius Kirche in der Gartenstadt Vahr, die allerdings ersetzt wurde durch eine Kapelle im Caritas-Altenheim St. Laurentius, das an gleicher Stelle errichtet wurde. Entwidmet wurde zudem 1994 die St. Katharina Kapelle in Borgfeld. 2009 wurde die Herz Jesu Kirche in der Neustadt umgebaut und in das Caritas-Altenpflegeheim St. Michael integriert.

Für Rückfragen zur Kapelle St. Barbara steht Ihnen Herr Pfarrer Joachim Dau von der Katholischen Kirchengemeinde St. Raphael gerne zur Verfügung: Tel.: 0421/4673913.