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13.01.2011

Von links nach rechts: Jost Herbert, Pfarrer Robert Wagner und Wolfgang Tobias vor dem Entwurf des Büros „zweimeterzehn architekten“.

Umgestaltung von St. Nikolaus

Großes Interesse an Umgestaltung der St. Nikolaus-Kirche in Gröpelingen Architekten präsentieren ihre Vorstellungen

Die öffentliche Gemeindeversammlung am Montagabend (10.01.) in der St. Nikolaus-Kirche in Gröpelingen war gut besucht. Sowohl Gemeindemitglieder als auch Interessierte aus dem Stadtteil wollten sich darüber informieren, wie es mit dem Kirchenbau aus den 1950er Jahren auf dem Gelände zwischen Ohlenhof und Köhlerhof weitergehen soll.

Die Pfarrei St. Marien, zu der der Kirchenstandort St. Nikolaus gehört, plant, die Kirche in ein „Haus für Kinder und Familien“ umzubauen. Acht Architektenbüros hatten sich an einem Wettbewerb für die Umgestaltung beteiligt. Ihre Entwürfe waren seit Weihnachten in der Kirche ausgestellt. Jetzt konnten die Gewinner des Architektenwettbewerbes, Jost Herbert und Wolfgang Tobias vom Büro „zweimeterzehn architekten“ aus Bremen, ihre Vorstellungen erläutern und mit den Gemeindemitgliedern diskutieren.

Auf dem Gelände der Kirche wollen sie einen Quartierplatz schaffen, der die Gemeinderäume, das Haus für Kinder und Familien sowie die vorgesehenen Altenwohnungen optimal in das Umfeld einbindet. Dabei soll der Kirchbau erhalten, innen aber völlig umgestaltet werden. Besonders wichtig waren ihnen viel Licht und ausreichend Spielfläche für die Kinder.

Zentraler Ort der neuen Anlage soll nach ihren Plänen der bisherige Chorraum der Kirche mit seinen Fenstern werden, der als Foyer dienen soll. Von hier aus werden die Gemeinderäume erschlossen, die sich auf zwei Etagen in dem bisherigen Kirchenschiff befinden. Für das Haus für Kinder und Familien ist ein Neubau geplant, der sich in L-Form an das bestehende Kirchengebäude anschließt. Die Altenwohnungen sind in drei Gebäuden auf der anderen Seite des Platzes vorgesehen.

Diözesanbaumeister Ralf Schlüter betonte, dass auf Grundlage des jetzt präsentierten Entwurfes weitergearbeitet werden müsse. Viele Detail- und Kostenfragen seien noch zu klären. Das wurde auch in der anschließenden Diskussion deutlich: Was passiert mit den Glocken? Können die Jugendräume der Gemeinde im Kirchturm untergebracht werden? Wie steht es mit der Barrierefreiheit? Braucht die Kirche ein neues Dach?

Dennoch waren die meisten Gemeindemitglieder mehr als zufrieden mit dem vorgestellten Entwurf. Vielen war es besonders wichtig, dass das Kirchengebäude im Stadtbild von Gröpelingen erhalten bleibt. Auch Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing unterstrich, dass ihm eine gute Lösung am Herzen liegt. „St. Nikolaus ist ein wichtiger Ort in der Silhouette von Gröpelingen und soll ein öffentlicher Ort im Stadtteil bleiben, vielleicht sogar noch stärker werden“. Ihn habe beeindruckt, wie gut die Architekten die „einfache Sprache der Kirche“ in der Architektur der neuen Gebäude aufgenommen hätten.

Pfarrer Robert Wagner ist zuversichtlich, dass die Pläne für das Haus für Kinder und Familien nun immer konkreter werden. Als nächstes muss der Kirchenvorstand über die weiteren Schritte beraten und entscheiden.

Bilder (Martina Höhns)