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30.05.2011

Dreizehn „voll gute“ Jahre in Bremen

St. Johann verabschiedet Pfarrer Bernhard Lintker

Als Pfarrer Bernhard Lintker 1998 als Schul-, Jugend- und Studentenseelsorger nach Bremen kam, habe er kaum jemanden in der Hansestadt gekannt. Dreizehn Jahre später, so der 47-Jährige gestern Abend bei seiner Verabschiedung in der voll besetzten Propsteikirche St. Johann, kennt er 85% der anwesenden Gemeindemitglieder mit Namen. Seit 2002 war Lintker Pfarrer der Propsteigemeinde St. Johann, die mit ihren beiden Kirchenstandorten St. Johann in der Innenstadt und St. Elisabeth in Hastedt und über 10.000 Mitgliedern die zweitgrößte katholische Pfarrei in Bremen ist.

Dass ihm der Abschied aus Bremen nicht leicht fällt, räumte der Seelsorger gleich zu Beginn des Gottesdienstes ein: „Ich war´s nicht“ sei ein geflügeltes Wort rund um St. Johann. Es gelte jetzt auch für seine Versetzung nach Quakenbrück, der er auf Bitten des Bischofs von Osnabrück gefolgt sei. Die Jahre in Bremen seien für ihn „voll gut“ gewesen, bekannte er unter anerkennendem Applaus der Gemeinde.

Die Propsteigemeinde St. Johann bereitete ihrem Pfarrer einen herzlichen Abschied. Der Propsteichor unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Winfried Langosz, die Musikgruppe Bendigo und die Kinder- und Jugendkantorei unter Leitung von Ilka Hoppe sorgten trotz des Abschiedsschmerzes für heitere Stimmung.

Pfarrer Adalbert Keilus würdigte den besonderen Einsatz von Pfarrer Lintker für Kinder- und Jugendliche aber auch für die ältere Generation und für Menschen, die in Bremen auf der Suche nach einer religiösen Heimat sind: „Sein Ziel war es immer, dass Leben hineinkommt in die Gemeinde“, so Keilus. Der in Bad Laer Geborene habe es vermocht, „viele Menschen anzusprechen, sie einzuladen und einzubeziehen“. Besonders wohl gefühlt habe sich Pfarrer Lintker immer in St. Elisabeth, wo die ökumenische Zusammenarbeit eine große Rolle spiele. Die Pastorinnen Susanne Kayser und Yvonne Ziaja aus den evangelischen Gemeinden in Hastedt nahmen deshalb auch als Ehrengäste an dem Abschiedgottesdienst teil und schenkten Lintker eine besondere Bibelausgabe.

Dass Pfarrer Lintker immer „ein offenes Haus“ hatte, betonten nicht nur die Jugendlichen aus der Gruppenleiterrunde, sondern auch die Vorsitzenden des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderates. Vera Pantenburg und Stefan Oelgemöller dankten ihrem scheidenden Pfarrer, dass er den Ehrenamtlichen „immer auf Augenhöhe“ begegnet sei und viel für die Vernetzung der verschiedenen Gruppen und Gremien getan habe. Sie schenkten ihm zum Abschied ein Altarkreuz und ein Glasfenster mit dem Logo der Propsteigemeinde.

Mit den Worten „Du warst ein toller Häuptling“ überreichte Sebastian Tönjes dem Priester ein T-Shirt, das auf der einen Seite die Bremer Speckflagge, auf der anderen ein Bild der aktuellen Gruppenleiter und ihre Namen zeigt. Die Messdienerinnen und Messdiener, von denen über 30 am Gottesdienst mitwirkten, schenkten Lintker einen „Pfarrer-Pokal“ mit der Aufschrift „Bester Pfarrer an St. Johann 2002 bis 2011: Pfarrer Bernhard Lintker“.

Nach dem über zweistündigen Abschiedsgottesdienst wurde in der Aula der St. Johannis-Grundschule bei Wein, Würstchen und asiatischen Spezialitäten weiter gefeiert. Neuer Pfarrer der Propsteigemeinde St. Johann ist Propst Dr. Martin Schomaker, der diese Aufgabe zusätzlich zu seinen bisherigen Tätigkeiten wahrnehmen wird.

Bilder: Martina Höhns und Suzana Muthreich