Aktuelle Mitteilungen

Aktuelle Mitteilungen

18.08.2011

Schulsozialarbeiter Jörg Menke und Schulseelsorgerin Christina Zaremba in der St. Johannis-Schule in Bremen.

Schule als Lebensraum gestalten

Bonifatiuswerk unterstützt Schulpastoral in Bremen mit 30.000 Euro

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 18.08.2011

Bremen (mh) Christina Zaremba und Jörg Menke haben ein gemeinsamen Ziel: Sie wollen dazu beitragen, dass der Schulalltag an der katholischen St. Johannis-Schule in Bremen von einer „Kultur der Begegnung“ geprägt ist. Die Schulseelsorgerin und der Sozialarbeiter bieten deshalb Sozialtrainings, Besinnungstage, Schulgottesdienste und Gesprächsangebote für Schüler, Lehrer und Eltern an. Die Arbeit der beiden wurde jetzt mit 30.000 Euro von der Diaspora-Kinder- und Jugendhilfe des Bonifatiuswerkes der Deutschen Katholiken unterstützt.

Jörg Menke ist überzeugt: „Ohne eine funktionierende Klassengemeinschaft ist das Lernen unmöglich“. Deshalb bietet er Sozialtrainingstage an, die den Schülerinnen und Schülern helfen sollen, als Klasse zueinander zu finden. Der 37jährige Sozialpädagoge und Theologe hat die Erfahrung gemacht, dass es Schülern und Lehrern in den Sozialtrainings oft gelingt, aus ihren gewohnten Rollen auszubrechen und einander neu wahrzunehmen: „Aktuelle Probleme der Klasse werden in den Blick genommen und aufgearbeitet. Etwas, was sonst im Unterrichtsgeschehen schon mal auf der Strecke bleibt“, so der gebürtige Emsländer.

Zu Menkes Aufgaben als Schulsozialarbeiter gehört es auch, Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern über die Leistungen der Jugendhilfe zu informieren und ihnen zu helfen, diese in Anspruch zu nehmen. Das können Projekte zur Suchtprävention ebenso wie Hilfen zur Erziehungsberatung sein.

Christina Zaremba arbeitet seit Anfang des Jahres als Schulseelsorgerin in Bremen. Die studierte Theologin und Sozialpädagogin ist froh, dass die Schulseelsorge nicht an Leistungsbeurteilungen gebunden ist: „Ich habe dadurch ganz andere Zugangsmöglichkeiten zu den Kindern und bin nicht an die Lehrerrolle gebunden“, so die gebürtige Mecklenburgerin. Sie feiert Schulgottesdienste, bietet Besinnungstage an und begleitet Kinder und ihre Eltern in Krisen, zum Beispiel bei Todes- und Unglücksfällen oder bei Familienproblemen. „Ich möchte Kinder, Lehrer und Eltern für die Spuren Gottes im alltäglichen Schulleben sensibilisieren und ihnen persönliche Glaubenserfahrungen ermöglichen“, so die 32-Jährige.

Menke und Zaremba ist es wichtig, Kinder nicht auf Wissensvermittlung, Leistung und Effizienz zu reduzieren. „Wir haben ein Bildungsverständnis, das den Menschen in einem ganzheitlichen Wachstumsprozess fördern möchte“, so die Pastoralreferentin. Menke ergänzt: „Unser Ziel ist es, die Kinder orientierungsfähig zu machen und ihre Fähigkeit zu stärken, sich mit anderen zu solidarisieren“.

Die Angebote der Schulseelsorgerin und des Schulsozialarbeiters stehen grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern der St. Johannis-Schule offen, unabhängig von ihrer Religions- und Konfessionszugehörigkeit.

Die Diaspora- Kinder- und -Jugendhilfe des Bonifatiuswerkes unterstützt seit über 125 Jahren Kinder in der Diaspora, also in Regionen in Deutschland und Nordeuropa, wo Katholiken eine Minderheit sind. Gefördert werden zum Beispiel der Bau von katholischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung, innovative und zukunftorientierte Projekte der Kinder- und Jugendpastoral, richtungsweisende Aktionen und Initiativen der katholischen Kinder- und Jugendsozialarbeit, die religiöse Elementarerziehung in katholischen Kindergärten der neuen Bundesländer, religiöse und diakonische Bildungsmaßnahmen, Fahrten zum Religionsunterricht, internationale religiöse Jugendbegegnungen, kirchliche Initiativen gegen Jugendarbeitslosigkeit, Gewalt und Missbrauch sowie besondere Projekte im Rahmen der Erstkommunion und Firmung. Die Arbeit der Diaspora-Kinderhilfe basiert ausschließlich auf Einnahmen aus Spenden und Kollekten. Den deutschen Bischöfen ist die Förderung der Kinder- und Jugendpastoral in der Diaspora ein besonderes Anliegen. Deshalb haben sie die Kollekten der Erstkommunion und Firmung für diese Aufgaben festgelegt.

Bild (Martina Höhns):
Schulsozialarbeiter Jörg Menke und Schulseelsorgerin Christina Zaremba in der St. Johannis-Schule in Bremen.