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30.11.2011

Papst nimmt Rücktrittsgesuch von Weihbischof an

Weihbischof Theodor Kettmann

Presseinformation des Bistums Osnabrück vom 30. November 2011


Papst nimmt Rücktrittsgesuch von Weihbischof Theodor Kettmann an
Bis zur Amtsübernahme eines Nachfolgers führt der 73-Jährige seinen Dienst im Bistum weiter

Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch des Osnabrücker Weihbischofs Theodor Kettmann angenommen. Das wurde am Mittwoch (30. November) gleichzeitig im Vatikan und in Osnabrück bekanntgegeben. An diesem Tag vor genau 33 Jahren war Kettmann zum Weihbischof ernannt worden. Auf Wunsch von Bischof Franz-Josef Bode wird der 73-Jährige seinen Dienst im Bistum Osnabrück bis zur Amtsübernahme eines Nachfolgers weiterführen.

Mit rund 33 Dienstjahren gehört Kettmann nach dem Kölner Kardinal Joachim Meisner zu den dienstältesten unter den rund 70 katholischen Bischöfen in Deutschland. Vor dem Hintergrund seiner langen Amtszeit hatte Kettmann aus gesundheitlichen Gründen sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Nach dem Kirchenrecht müssen Bischöfe dem Papst spätestens mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres ihren Amtsverzicht anbieten.

Bischof Bode erklärte, er sei Kettmann „von Herzen dankbar für das unzählig viele Gute, dass er in den vergangenen Jahrzehnten für das Bistum Osnabrück getan hat“. Weihbischof Kettmann sei für alle – von den Gemeinden über die Caritas bis hin zur Bistumsleitung – ein „wirklicher Segen“ gewesen. „Gottlob bleibt er in der Nähe und wird mir weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen“, betonte Bode.  

Kettmann stammt gebürtig aus Eggermühlen bei Ankum im Landkreis Osnabrück. In Cloppenburg machte er sein Abitur, studierte in Frankfurt und Münster Theologie und wurde 1964 in Osnabrück zum Priester geweiht. Nach Stationen in Hamburg, Fürstenau und Osnabrück, wo er zuletzt als Domkaplan tätig war, wurde er 1978 im Alter von 40 Jahren zum Weihbischof ernannt und Anfang 1979 geweiht. Die Ernennung Kettmanns zum Weihbischof war seinerzeit eine Besonderheit, da er bis dahin keine kirchlichen Leitungsfunktionen, beispielsweise als Pfarrer, übernommen hatte. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet: „Lasst uns nach dem streben, was zum Aufbau der Gemeinde beiträgt.“

Unter den Bischöfen Helmut Hermann Wittler und Ludwig Averkamp war Kettmann als Bischofsvikar zunächst für die Bistumsteile Niedersachsen und Bremen zuständig. Aus diesen Teilen entstand dann Anfang 1995 das neue Bistum Osnabrück, das er rund elf Monate kommissarisch bis Ende November 1995 leitete, bis der jetzige Bischof Franz-Josef Bode neuer Bischof von Osnabrück wurde. Dessen Vorgänger Averkamp hatte zuvor die Leitung des neuen Erzbistums Hamburg übernommen.

Ein Weihbischof ist dem Weihegrad nach ein Bischof. Er leitet jedoch kein Bistum, sondern ist dem Diözesanbischof als Helfer im bischöflichen Dienst zugeordnet. In dieser Funktion war Kettmann an der Seite von Franz-Josef Bode Bischofsvikar für den Bereich Caritas und Soziale Dienste, Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes und Beauftragter für die Ständigen Diakone im Bistum Osnabrück. Den Vorsitz des Caritasverbandes gab Kettmann 2007 an Diakon Gerrit Schulte ab.


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Redaktion: Hermann Haarmann

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