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11.12.2011

Abschied von Schwester Anastasia

Altenseelsorgerin verläßt Bremen nach 18 Jahren

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 11.12.2011

Abschied von Schwester Anastasia
Altenseelsorgerin verabschiedet sich nach 18 Jahren aus Bremen

Bremen (mh) Nach 18 Jahren Arbeit in der Altenseelsorge in Bremen hieß es am 10. Dezember Abschied nehmen für Schwester Anastasia. Die 73jährige Mauritzer Franziskanerin wurde mit einem festlichen Gottesdienst und einem Empfang im St. Joseph-Stift verabschiedet, wo sie mit ihren Mitschwestern im Konvent lebte.

Pastor Bernhard Brinkmann dankte der Ordensfrau auch im Namen von Propst Dr. Martin Schomaker für Ihr Engagement für ältere Menschen, besonders für die Sterbenden. Sie habe mit ihrer Güte die Güte Gottes zu den Menschen getragen, im Krankenhaus, in der Propsteigemeinde St. Johann und in den vielen Altenheimen, in denen sie Menschen besucht hat.

Schwester Anastasia wurde 1938 in Lüche im Kreis Vechta geboren. Sie wuchs mit acht Geschwistern in der Landwirtschaft auf und musste früh im elterlichen Betrieb mithelfen. Als sie als Haushaltshilfe eine demenzkranke alte Frau zu betreuen hatte, entdeckte sie ihre Begabung und Liebe für die Pflege und absolvierte in Cloppenburg eine Krankenpflegeausbildung.

Am 15. August 1967 trat sie in den Orden der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster ein. Nach dem Noviziat arbeitete Schwester Anastasia in der Krankenpflege und machte eine Weiterbildung zur Fachschwester für Gemeindepflege in Koblenz-Arenberg. Bereits 1972 verschlug es die Ordensfrau das erste Mal in die Diaspora nach Bremen, wo sie bis Oktober 1978 in der Gemeindekrankenpflege arbeitete und im Schwesternkonvent im St. Joseph-Stift wohnte.

Aus dieser Zeit rührt auch ihre Bekanntschaft mit Angelika Morgner, deren Mutter von Schwester Anastasia in den 1970er Jahren liebevoll zu Hause in Hastedt gepflegt wurde. Von 1978 bis 1988 arbeitete die Ordensfrau in der Gemeindekrankenpflege in Cloppenburg. Dann führte ihr Weg nach Telgte und Püsselbüren, wo sie unter anderem mit Nichtsesshaften gearbeitet hat. Aber dort hätte sie gespürt, dass ihr die Arbeit mit alten Menschen fehlt und war deshalb froh, als sie 1993 wieder nach Bremen in die Altenseelsorge wechseln konnte. Angelika Morgner hat es besonders beeindruckt, dass die Ordensfrau bei ihrem zweiten Aufenthalt in Bremen, der dann 18 Jahre dauern sollte, auch oft Besuche in privaten Altenheimen gemacht und dort ihre Besuchsdienste angeboten hat.

Auch Torsten Jarchow, Geschäftsführer des St. Joseph-Stift, hat seine besonderen Erinnerungen an Schwester Anastasia: „Jeden Morgen stand Schwester Anastasia mit ihrem Rücksack auf dem Rücken an der Straßenbahnhaltestelle und fuhr in die Stadt, um alte Menschen zu Hause und in den Altenheimen zu besuchen. Ihre Warmherzigkeit und ihr feinsinniger Humor werden mir fehlen“, so der Geschäftsführer, der erst im Mai sieben Mauritzer Franziskanerinnen aus dem St. Joseph-Stift verabschieden musste, weil sie von ihrem Orden andere Aufgaben zugeteilt bekommen hatten.

Nach zwei schweren Herzoperationen hat die von Bremen begeisterte Ordensfrau ihren Dienst in der Hansestadt schweren Herzens aufgegeben und wechselt in ein Altenheim des Ordens in Telgte. Ihr besonderer Wunsch bei ihrem Abschied: „Ich möchte mich bei allen Menschen in Bremen bedanken, mit denen ich zusammenarbeiten und für die ich da sein durfte. Besonders die älteren Menschen haben mir immer sehr viel zurück gegeben“.

Fotos (Martina Höhns): Herzlicher Abschied von Schwester Anastasia am 10. Dezember. Geschäftsführer Torsten Jarchow verabschiedet sich von Schwester Anastasia (rechts).