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16.01.2012

Kinder in der Kita St. Elisabeth / (c) Dr. Martina Höhns

alle Bilder: Dr. Martina Höhns

Kinder in der Kita St. Elisabeth / (c) Dr. Martina Höhns
Kinder in der Kita St. Elisabeth / (c) Dr. Martina Höhns
Kita-Leiterin Uta Biniasz /(c) Dr. Martina Höhns
Die Kita St. Elisabeth in Hastedt / (c) Dr. Martina Höhns

(c) Dr. Martina Höhns

Kindertagesstätte St. Elisabeth in neuen Räumen

Einweihungsfeier am 27. Januar

Bremen (mh) Größer, heller und funktionaler sind die neuen Räumlichkeiten der katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth in Hastedt geworden. Das tut Kindern und Mitarbeitern spürbar gut. Auf insgesamt 380 Quadratmetern haben die 40 Kinder zwischen drei und sechs Jahren jetzt Platz für zwei Gruppenräume, einen Bewegungs- und einen Differenzierungsraum. Dazu kommt ein großer Außenbereich, der vielfältige Möglichkeiten zum Spielen und zum Erkunden der Natur bietet. Die sechs Mitarbeiter haben endlich einen eigenen Besprechungs- und Aufenthaltsraum.

Kita-Leiterin Uta Biniasz freut sich: „Die Atmosphäre in den neuen Räumen ist sehr entspannt. Die Kinder haben schon im Flur reichlich Platz zum An- und Ausziehen. Es gibt kein Drängeln und Schubsen mehr“. Der sonnengelbe Fußboden, den sich die Mitarbeiter gewünscht haben, sorgt auch bei trübem Wetter für freundliche Stimmung. Holzmöbel, angefertigt von Jugendlichen aus den A + W Jugendwerkstätten in Sögel, schaffen ein wohnliches und familiäres Raumklima. Dazu trägt auch die gute Wärmedämmung bei, durch die zudem Heizkosten gespart werden. Eine Besonderheit sind vollautomatische Markisen, die sich bei Sturm einfahren.

Den neusten Sicherheitsstandards entsprechen auch die Türen mit Klemmschutz und abgerundeten Kanten und die Sanitäranlagen mit einem Wickeltisch. „Es gibt immer mehr Kinder, die auch mit drei Jahren noch gewickelt werden“, so Uta Biniasz, die seit 1992 Erzieherin ist und die Kita seit einem Jahr leitet.

Die 41-Jährige hat zusätzlich Sozialwesen studiert und weiß wie wichtig es ist, Kinder früh in ihren motorischen, sprachlichen und sozialen Fähigkeiten zu fördern. Deshalb ist ihr die Zusammenarbeit mit den Eltern, der Pfarrgemeinde, aber auch mit dem Gesundheitsamt, dem Amt für soziale Dienste und mit Familienhelfern und Case-Managern wichtig. Einmal im Monat kommt eine Gemeindereferentin aus der Propsteigemeinde St. Johann in die Kita. Dass 42 % der Kinder religionslos und nur 18 % katholisch sind, ist eine Besonderheit der traditionsreichen katholischen Kindertagesstätte in Hastedt.

Sie wurde am 5. Juni 1926 als „Kinderheim St. Elisabeth“ mit 25 Kindern und drei Ordensfrauen gegründet. Nachdem das Kinderheim 1944 bei Bombenangriffen zerstört worden war, wurde es 1946 in einem Gartenhaus an der Fährstraße wiedererrichtet. 1948 erfolgte der Umzug in eine Baracke auf dem Kirchplatz. Hier wurde aus dem Kinderheim der Kindergarten mit fast 50 Kindern. 1955 wurde mit dem Bau des Hauses in der Suhrfeldstraße 157 begonnen, in dem die Kita bis vor kurzem untergebracht war. Noch heute hat die Kinderkrippe des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. dort ihr Domizil.

Die Kita St. Elisabeth hat im Dezember ihr neues Zuhause in den neu gestalteten Räumlichkeiten der Kirchengemeinde St. Elisabeth in der Suhrfeldstraße 159, gleich nebenan und in unmittelbarer Nähe zur Kirche gefunden. Die Gemeinde war bereit, ihr Pfarrbüro an dem Kirchenstandort aufzugeben und auf Gruppenräume zu verzichten. Der Bremer Architekt Michael Scherer hat eine Lösung gefunden, mit der Kita und Kirchengemeinde gleichermaßen zufrieden sind.

Kooperationen sind für Kita-Leiterin Uta Biniasz wichtig. Seit September 2009 ist die Kita „100% Werder Partner“. Jede Woche trainiert eine Übungsleiterin des renommierten Bremer Sportvereins mit den Kita-Kindern Fußball und andere Ballsportarten. Dazu wird in der Regel die Sporthalle der benachbarten „Kinder-Schule Bremen“ genutzt, die der Kita wöchentlich zur Verfügung steht. Jeden Dienstag kommt die leselustige Seniorin Ilse Ohrem als Lesepatin in die Suhrfeldstraße. Einmal im Monat besuchen die Kinder die Senioren im Altenwohn- und Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes am Osterdeich. Dann wird zusammen gefrühstückt, gespielt, gesungen und manchmal auch gebacken.

Im Stadtteil Hastedt steht die katholische Kita im Wettbewerb mit vielen Einrichtungen anderer Träger. Deshalb war es wichtig, so Biniasz, dass die Öffnungszeiten von 07.30 Uhr bis 16.00 Uhr erweitert wurden. Mit Frank Meier arbeitet der einzige Erzieher in einer katholischen Kita in Bremen in St. Elisabeth. Das wertet die Leiterin angesichts vieler alleinerziehender Mütter als großen Vorteil. Eine besondere Herausforderung sieht sie darin, dass die Kita auch von Kindern aus dem Übergangswohnheim für Asylbewerber in Hastedt besucht wird. Derzeit stammen die Kita-Kinder aus sieben verschiedenen Nationen.

In diesen Wochen werden in der Kita St. Elisabeth Lieder für die festliche Einweihung der Räume am 27. Januar eingeübt. Nach einem Wortgottesdienst wird Propst Dr. Martin Schomaker die neuen Räume segnen. Dazu werden die Kinder und ihre Eltern, die Mitglieder der Kirchengemeinde, Repräsentanten der Stadt und des Stadtteils und weitere Gäste erwartet.

Bilder (Martina Höhns): Finn, Celine, Chantal, Erzieherin Nadine Sczesny und Alma beim Spielen; Foto der Einladungskarte zu Einweihung; Kita-Leiterin Uta Biniasz vor Holzmöbeln aus den A + W Jugendwerkstätten in Sögel.

(Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 16.01.2012)