Aktuelle Mitteilungen

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29.05.2015

Fronleichnam 2014 / Fotos: Dr. Martina Höhns

Fronleichnam mit Bischof Franz-Josef Bode am 4. Juni

2000 Katholiken zum Open-Air-Gottesdienst erwartet

Zum festlichen Fronleichnamsgottesdienst am 4. Juni um 09:30 Uhr im Bürgerpark werden über 2000 Katholiken erwartet. Aus Osnabrück reist Bischof Franz-Josef Bode an, der die Predigt halten wird. Die Heilige Messe auf der Wiese in der Nähe des Marcus-Brunnens steht in diesem Jahr unter dem Motto „An die Ränder gehen“.

Die musikalische Leitung hat Kirchenmusikdirektor Karl-Bernhard Hüttis, der auch den Dekanats-Projektchor leitet. Es spielen die Bläsergruppe aus Oberneuland und der Kinderchor der Grundschule St. Antonius unter der Leitung von Annette Prevot.

Ministranten und Kommunionkinder aus allen katholischen Gemeinden, in denen Katholiken aus über 100 Nationen leben, sind am Gottesdienst beteiligt. Die Hauptmessdiener kommen in diesem Jahr aus der Pfarrei St. Franziskus, die Lektoren aus der Pfarrei St. Johann in der Bremer Innenstadt und die Kommunionhelfer aus der Pfarrei St. Katharina. Die Kollekte ist in diesem Jahr für die Bahnhofsmission bestimmt. Das Geld wird verwendet, um die Räumlichkeiten im Bremer Hauptbahnhof freundlicher zu gestalten.

Im Anschluss an den Fronleichnamsgottesdienst ist ein gemütlicher Ausklang mit Möglichkeiten zur Begegnung geplant. Es gibt Speisen, Getränke und verschiedene Angebote zum Spielen.

Fronleichnam ist in Bremen kein staatlicher, aber ein kirchlicher Feiertag. Katholische Schülerinnen und Schüler können sich für den Besuch der Heiligen Messe vom Schulunterricht befreien lassen. Die katholischen Schulen sind Fronleichnam geschlossen.

Bei anhaltendem Regen findet der Fronleichnamsgottesdienst im Bremer St. Petri Dom statt. Nur in diesem Fall wird die Verlegung nach den 07:00 Uhr Nachrichten im Verkehrsfunk von Radio Bremen angesagt. Informationen erhalten Sie auch unter der Telefonnummer 0421/3694-300.

An Fronleichnam feiert die katholische Kirche weltweit das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Im Sakrament der heiligen Eucharistie wird die bleibende Gegenwart Jesu Christi als „Brot des Lebens“ besonders verehrt. Deshalb wird in der Fronleichnamsprozession die gewandelte Hostie, in der Christus gegenwärtig ist, als das Allerheiligste in einer Monstranz, einem liturgischen Zeigegefäß, ausgestellt und verehrt.

Das Wort Fronleichnam kommt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ heißt „Herr“ und „lichnam“ bedeutet „lebendiger Leib“. Fronleichnam meint also „des Herren lebendiger Leib“. Papst Urban IV. legte 1264 fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern.

Seinen Ursprung hatte das Fronleichnamsfest in den Visionen der Augustinernonne und Mystikerin Juliane von Lüttich (gestorben 1258). Sie gehörte zu einer Frauenbewegung des Mittelalters in Flandern und Brabant, die für ihr christliches Leben Kraft schöpften aus der Betrachtung und Verehrung Christi in der Eucharistie. In der Reformation wurde Fronleichnam zu einem konfessionsscheidenden Merkmal. Martin Luther bezeichnete Fronleichnam 1527 als das „allerschändlichste Jahresfest“. Umso bemerkenswerter, dass die Gemeinde des Bremer St. Petri Domes den Bremer Katholiken seit 1972 bei schlechtem Wetter Gastfreundschaft gewährt und der Fronleichnamsgottesdienst dann im Dom stattfinden darf.

Bild (Martina Höhns): Fronleichnam im Bürgerpark 2014.

Bremen (mh) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 28.05.2015.