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1 Thess 5,21

11.12.2015

Friedenslicht - Fotos: Kath. Gemeindeverband / Christoph Brüwer

Friedenslicht aus Bethlehem im Bremer Dom ausgesendet

Gebete für mehr Frieden und Gastfreundschaft in der Welt

Im Kerzenschein und mit nachdenklichen Texten und Gebeten wurde das Friedenslicht aus Bethlehem am 14. Dezember in einem ökumenischen Gottesdienst im Bremer Dom in Empfang genommen. Eingeladen hatten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die Feier stand wie die ganze Aktion unter dem Motto „Hoffnung schenken – Frieden finden“.

Schirmherr der Aktion war Bürgerschaftspräsident Christian Weber. Er lobte die Geste, das Friedenslicht als Hoffnung auf bessere Zeiten und Frieden in die Welt zu tragen. Angst sei nicht die richtige Antwort auf die schrecklichen Nachrichten des zu Ende gehenden Jahres: „Wir sollten uns zu dem bekennen, was wir wollen und was wir sind“, ermutigte Weber die Gottesdienstteilnehmer.

Pastor Henner Flügger von der evangelischen Domgemeinde leitete zusammen mit Gemeindereferent Boris Uroic von der katholischen St. Marien-Gemeinde den Gottesdienst. Uroic rief dazu auf, die geografischen und menschlichen Grenzen, die derzeit in Europa und in den Köpfen entstehen, zu überwinden. Er fragte: „Hätten Maria und Josef auf ihrer Suche nach einer Herberge heute eine Chance an den Außengrenzen Europas?“ Henner Flügger sprach von Weihnachten als Geschichte der Grenzüberschreitung zwischen Himmel und Erde und zwischen Mensch und Gott. Er betonte die heute noch aktuelle Botschaft aus dem Hebräerbrief: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“

Die Initiatoren hatten im Dom eine Stacheldrahtgrenze errichtet. Die Gottesdienstteilnehmer wurden dazu eingeladen, eigene Gedanken auf blumenförmige Klebezettel zu schreiben und diese an dem Stacheldraht zu befestigen. Die Grenze sollte auf diese Weise symbolisch zum Blühen gebracht werden. Währenddessen wurde das Lied „Meine engen Grenzen“ gesungen. Im Laufe der Aussendungsfeier haben die Pfadfinder die mitgebrachten Kerzen mit dem Friedenslicht aus Bethlehem entzündet. Danach wurde der Gottesdienst allein im Licht der Kerzen weiterfeiert.

Die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ gibt es seit 1986 und wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an einer Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Friedenslicht ab dem 3. Advent in Deutschland an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens“ weitergegeben. Die Jugendorganisationen der Katholischen Kirche in Bremen haben mit den Jugendlichen bei der Nacht der Jugend im November Willkommenskerzen gestaltet, die nun mit dem Friedenslicht entzündet wurden und in den nächsten Tagen in die Bremer Flüchtlingsunterkünfte gebracht werden, als Zeichen des Friedens und des Willkommenseins.

Bremen (cb) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 15.12.2015.