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15.12.2015

Ökumenische Feier / Fotos: privat

Ökumenische Gastfreundschaft in Woltmershausen

Katholiken aus St. Benedikt und Protestanten aus der Christusgemeinde feiern zusammen

"Laetentur coeli – Erfreue dich, Himmel” klang es am Vorabend des dritten Advents in die dunkle Christuskirche in Woltmershausen. Kerzenlicht machte die Kirche hell, und die Schola Picantus unter der Leitung von Brigitte Schulz erreichte mit den Gesängen aus Taizé auch den letzten Gottesdienstteilnehmer der ökumenischen Feier.

Traditionell wird der Dritte Advent in der Kirche St. Benedikt von der Schola gestaltet und klingt mit gemütlichem Beisammensein mit Glühwein und Honigkuchen im Innenhof aus. In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders: Die Bauarbeiten in der Benedikt-Kirche sind fast abgeschlossen, bald können die ersten Flüchtlinge in ihre neue Notunterkunft einziehen, im Innenhof stehen die Sanitärcontainer.

Gottesdienst wird jetzt im Pfarrsaal gefeiert, wo bis zu 50 Menschen Platz finden. Da zum Gottesdienst mit Taizégesängen aber auch viele Gemeindemitglieder aus anderen Ortsteilen den Weg nach Pusdorf finden, fand sich eine andere Lösung: Pastor Degenhardt von der evangelischen Christuskirche, nur 10 Minuten Fußweg entfernt, begrüßte die Glaubensgeschwister herzlich. Fast 80 Personen feierten so den Gottesdienst am Samstagabend ganz im ökumenischen Geist der Gemeinschaft von Taizé.

Auch die Mitglieder der Christusgemeinde engagieren sich für die Flüchtlinge im Stadtteil und wollen in ihrem Freizeitheim in Lehrigen bei Kirchlinteln ein Quartier zur Verfügung stellen. “Wir begrüßen das Engagement in St. Benedikt und heißen Sie, wann immer Sie es möchten, hier in unserer Kirche willkommen”, sagte Pastor Degenhardt. Spätestens an Heiligabend wird das wieder der Fall sein.

Der “Arbeitskreis Flucht und Migration” der Franziskus-Gemeinde, der den Gottesdienst inhaltlich mitgestaltete, brachte das “Freue dich” des Gaudete-Sonntags - wie der 3. Advent auch heißt - mit dem Alltag der Menschen auf der Flucht in Verbindung. Freude zu empfinden angesichts des Leids in der Welt, ist schwierig. Trösten und ermutigen kann der Glaube daran, dass Gott Mensch geworden ist und uns in jedem anderen Menschen begegnen kann.

Eine gute Gemeinschaft, die sich gegenseitig stärkt, gibt Kraft zum Engagement. So war dann das anschließende Beisammensein im Vorraum der Kirche eine gute Gelegenheit, sich zu begegnen und ökumenische Kontakte zu knüpfen, die vielleicht über den Abend hinaus reichen.