Aktuelle Mitteilungen

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02.05.2016

"Das Andere bricht das Gewohnte"

Lyrik von Ingritt Sachse und Elke Tilk am 6. Mai im AtriumKirche

„Gedichte sind Augenblicke des Innehaltens in der Zeit, einem Augenblick höchster Identität und Befreiung. Etwas, was wirken kann, über diesen Augenblick hinaus, oder auch nicht. In dem Innehalten ist das Unvorhergesehene ...“
 Hilde Domin in Wozu Lyrik heute

Ingritt Sachse und Elke Tilk, zwei Lyrikerinnen aus Bonn und Köln, bringen ihren ZuhörerInnen den Raum des Unvorhergesehenen nahe. Ihre Gedichte blättern die Wirklichkeit facettenreich auf und bringen „Erfahrungen und Dinge in eine andere, unerwartete Reihe“ (H. Domin). Ihre Texte bieten Bilder, die vielleicht fremd anmuten und doch die Wahrnehmung sensibilisieren für das, was leichthin übersehen oder unterschätzt wird.

Die Lyrik von Elke Tilk zeichnet sich aus durch einen experimentellen, teils ins Surreale greifenden Stil, eine verknappte und von ungewohnten Wortkombinationen geprägte Sprache. Leise und beinahe schwerelos gewichten sich Sprach-Bilder im Raum, werden dreidimensional, beginnen ein Eigenleben, verschwinden wieder und klingen nach.

Ingritt Sachse, in Bremen geboren und aufgewachsen, lebt in Bonn, ist Lyrikerin und Psychotherapeutin. An diesem Abend spielt sie mit den Worten, lässt die Blicke wandern – vom Außen ins Innere, aus dem hektischen Alltag in die Stille: „Hier schlagen Bedeutungen um“ lautet eine ihrer Verszeilen, die zum Motto dieser Veranstaltung passt. In ihren Gedichten macht die Lyrikerin Sichtweisen bewusst. Die poetischen Antworten sind vielfältig und zielen doch auf einen gemeinsamen Kern: auf die Offenheit der Wahrnehmung, die fremde Blickwinkel zu integrieren vermag und damit die Sicht weitet oder sie - wie im Traum - verrückt.

Ingritt Sachse (*1946 in Bremen) lebt und arbeitet als Psychotherapeutin in freier Praxis in Bonn. Dichten bedeutet ihr Freiraum und Eintauchen in immer wieder neue Welten. 1999 Veröffentlichung von Prosatexten; 2003 bis heute Lyrikveröffentlichungen in verschiedenen Anthologien und Jahrbüchern. Seit 2004 kontinuierlich öffentliche Lesungen mit Musik.

Elke M. Tilk (*1959 in Bad Godesberg) lebt in Köln und arbeitet als Sprachheilpädagogin. Auslandsaufenthalte zu Studienzwecken u.a. in Kanada und Indien. Sie ist Autorin von Lyrik und Kurzprosa und Redakteurin bei der Zeitschrift „Aufgang“, einem Jahrbuch für Denken, Dichten und Kunst, das vom Edith Stein Institut in München herausgegeben wird. Veröffentlichungen von Lyrik in verschiedenen Anthologien. Lesungen und Sprechperformances in Köln, Bonn und Düsseldorf.

 

„Das Andere bricht das Gewohnte“ Lyrik von Ingritt Sachse und Elke Tilk im AtriumKirche (Hohe Str. 7, 28195 Bremen) am Freitag, den 6. Mai um 19:00 Uhr.

Musikalischen Improvisationen von Kirchenmusikdirektor Karl-Bernhard Hüttis.

Der Eintritt ist frei.