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Da sahen sie,

dass der Stein vom Grab

weggewälzt war.

Lk 24,2

16.08.2016

Stabwechsel in St. Franziskus

Pastor Volker Kupka verabschiedet, Pastor Uwe Voßmann begrüßt

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 16.08.2016

Pilgerstab, Pralinen und eine feurige Predigt
Stabwechsel in St. Franziskus: Uwe Voßmann folgt als Pastor auf Volker Kupka

Bremen (mh) Es war ein besonderer Gottesdienst am Sonntag, den 14. August in der St. Hildegard Kirche in Obervieland: bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn um 11.00 Uhr war die katholische Kirche in der Alfred-Faust-Straße bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben den Mitgliedern der Pfarrei St. Franziskus waren viele Gäste aus dem Emsland angereist, um ihren ehemaligen Pfarrer Uwe Voßmann bei seiner Einführung in Bremen zu begleiten. Weggefährten und Freunde von Volker Kupka, die ihn in den letzten sieben Jahren als Pastor in St. Franziskus kennengelernt hatten, wollten sich persönlich von dem Seelsorger verabschieden. Darunter Mitglieder der vietnamesischen Gemeinde, der Studentenverbindung K.T.V. Visurgis und des Malteser Hilfsdienstes. Volker Kupka wird ab September Pfarrer der dann neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Syke, Stuhr-Brinkum, Weyhe-Kirchweyhe, Hoya und Bruchhausen-Vilsen.

Bremer Pralinen und einen Pilgerstab bekam der neue Pastor Uwe Voßmann überreicht. Die Pralinen von Gemeindereferentin Dorothee Michels-Uroic und Pastoralassistentin Martina Rolfes sollten ein Symbol dafür sein, wie vielfältig das neue pastorale Team ist, in dem Voßmann als Pastor mitarbeiten wird und wie viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen es in der Gemeinde gibt. Den Pilgerstab gab Pastor Kupka an seinen Nachfolger weiter: „Er zeigt: Wir sind noch nicht am Ziel, sondern als Volk Gottes und Weggemeinschaft zusammen unterwegs“, so Kupka.

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Dietmar Schreyer war froh, dass so schnell ein Nachfolger für Pastor Kupka gefunden werden konnte. In Zeiten des Priestermangels keine Selbstverständlichkeit. Er wünschte Uwe Voßmann als Neubremer „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ und versicherte ihm, dass man sich in Bremen sehr wohl fühlen könne. „Gelassenheit beim Kennenlernen bremischer Mentalität sowie der kulturellen Vielfältigkeit in Bremen“ gab auch Michael Kosubek, pastoraler Mitarbeiter der Gemeinde, seinem neuen Kollegen in den Fürbitten mit auf den Weg.

Peter Kaune, Vorsitzender des Kirchenvorstands, dankte Pastor Kupka für seine „aufgeschlossene, kommunikative, humorvolle und schlagfertige“ Art und für sein besonderes Engagement in der Ausbildung der Ministranten. In Anspielung auf Kupkas Vorliebe für festliche – „manchmal sogar barocke“ - Gottesdienste sagte er: „Wir werden ihre Gewänder vermissen und ihren Autoaufkleber „Bleibt katholisch“ und ihr für unsere Gegend eher ungewöhnliches „Grüß Gott“.“ Dass Volker Kupka „ein Roter“ war, also ein Bayern München Fan, erwähnte Kaune nicht ohne leichtes Unverständnis.

Propst Dr. Martin Schomaker verlas im Auftrag des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, die Ernennungsurkunde. Volker Kupka danke er insbesondere für seinen Einsatz bei den Fronleichnamsgottesdiensten.

In der Predigt von Pfarrer Johannes Sczyrba stand das Symbol des Feuers in der Bibel im Mittelpunkt. Für Sczyrba ist klar: Menschen brauchen die Wärme und Helligkeit des Feuers, das reinigt und macht Verhärtetes weich. Menschen sollen „Feuer und Flamme sein“ für das Wort Gottes, damit der „Funke des Glaubens“ auf andere überspringt. Aber das Feuer des Glaubens sei ein Geschenk, von dem jeder nur einzelne Facetten weitergeben könne. Volker Kupka und seinem Nachfolger Uwe Voßmann überreichte er den Text einer mittelalterlichen Handschrift aus Salzburg, in der es unter anderem heißt: „Ein Priester muss sein ganz groß und ganz klein, … ein Diener der Schwachen und Bangen; vor keinem Großen sich beugend, zu dem Geringsten sich neigend …“.

Zu den Gratulanten gehörten auch Repräsentanten der vietnamesischen Gemeinde und der benachbarten evangelischen St. Markusgemeinde. Fast zwanzig Messdienerinnen und Messdiener, die Schola Picantus unter Leitung von Brigitte Schulz, der Kirchenchor St. Pius unter Leitung von Yvonne Sextroh, Dr. Oliver Rosteck an der Orgel und am Klavier und Anja-Maren Rosteck an der Querflöte trugen zum festlichen Charakter des Gottesdienstes bei. Im Anschluss wurde ein buntes Gemeindefest gefeiert, bei dem sich die Gemeindemitglieder vom alten Pastor verabschieden und den neuen willkommen heißen konnten.

Uwe Voßmann wurde 1963 in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen im Oldenburger Münsterland geboren. Nach seiner Schulzeit, einer Lehre zum Bäcker und einem Theologiestudium wurde er 1993 in Osnabrück zum Priester geweiht. Seine Kaplanszeit führte ihn nach Nordhorn und später nach Belm bei Osnabrück. Von 2000 bis 2009 war er Pfarrer in Lingen und anschließend bis 2015 Pfarrer in Meppen. Ab dem 1. September wird Uwe Voßmann als Pastor mit Pfarrer Johannes Sczyrba, Diakon Walter Lübbe, den Gemeindereferentinnen Monika Freericks und Dorothee Michels-Uroic, Pastoralassistentin Martina Rolfes und dem pastoralen Mitarbeiter Michael Kosubek gemeinsam im Pfarrteam der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus zusammenarbeiten. Zur Pfarrei St. Franziskus gehören die Kirchenstandorte St. Pius, St. Hildegard, St. Benedikt und Herz Jesu mit insgesamt rund 9500 Katholiken.

Fotos (Martina Höhns): Am 14. August wurde in St. Franziskus Pastor Volker Kupka verabschiedet und Pastor Uwe Voßmann begrüßt.