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1 Thess 5,21

14.06.2016

Heiligsprechung von Maria Elisabeth Hesselblad

Birgittenschwestern in Bremen feiern am 3. Juli Dankmesse mit Bischof Bode

Die Birgittenschwestern in Bremen haben Grund zur Freude: Am Sonntag, den 5. Juni 2016, hat Papst Franziskus in Rom die selige Maria Elisabeth Hesselblad (1870-1957), die Erneuerin ihres Ordens und Wegbereiterin der Ökumene, heiliggesprochen.

Am Sonntag, den 3. Juli um 11.00 Uhr wollen sie das gemeinsam mit dem Bischof von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, im Klosterhof im Schnoor mit einer Dankmesse feiern.

Maria Elisabeth Hesselblad wurde am 4. Juni 1870 in Fåglavik in Schweden geboren und wuchs in einer gläubigen evangelischen Familie auf. Von 1888 bis 1904 lebte sie in den USA. In New York im Roosevelt-Hospital absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Maria Elisabeth war ständig auf der Suche nach ihrem wahren religiösen Bestimmungsort. Bei ihrer Tätigkeit lernte sie eine alte Ordensschwester kennen. Ab 1901 näherte sie sich dem katholischen Glauben an und trat im Alter von 32 Jahren zum Katholizismus über.

Ihr begonnenes Medizinstudium musste sie 1904 abbrechen, da sie schwer erkrankt war und man ihren Tod befürchtete. Hesselblad machte sich nach Rom zum Haus der heiligen Birgitta von Schweden  (1302/1303–1373) auf, in dem damals Karmelitinnen lebten. Im November trat sie dem Erlöserorden bei und trug fortan den Namen Sr. Maria Elisabeth von der Heiligen Birgitta. 1906 legte sie ihre Gelübde ab. Als sie 1908 unerwartet von ihrer Krankheit genesen war, brach sie zu einer Reise zu den in Europa liegenden Birgittenklöstern auf. 

Im Jahr 1911 belebte Maria Elisabeth Hesselblad den Birgittenorden wieder durch die Gründung eines neuen Ordenszweiges, des Ordens des Heiligsten Erlösers von der heiligen Birgitta, der sich durch ein besonderes ökumenisches Engagement auszeichnete. Dank des Einsatzes von Maria Elisabeth Hesselblads kehrte der Birgittenorden 1923 nach Schweden zurück.

Während des Zweiten Weltkriegs fanden Notleidende, Flüchtlinge und Juden Unterschlupf in der römischen Zentrale des Ordens und in ihren Ordenshäusern. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte sie im Jahr 2005 postum als Gerechte unter den Völkern. Die letzten Lebensjahre waren von Krankheit gekennzeichnet. Maria Elisabeth Hesselblad starb am 24. April 1957 im Haus der heiligen Birgitta an der Piazza Farnese in Rom, wo auch ihre sterblichen Überreste ruhen. Am 9. April 2000 war Schwester Maria Elisabeth Hesselbad vom Heiligen Johannes Paul II. seliggesprochen worden.

Die Gemeinschaft von heute rund 570 Nonnen wirkt vor allem in der englischsprachigen Welt. Die deutsche Niederlassung ist in Bremen. Im Oktober 2002 entstand in Bremen das Birgittenkloster des neuen Zweigs. Es ist das erste Kloster nach der Reformation in Bremen. In ihm lebt eine internationale Kommunität von Schwestern aus Mexiko, Indien, Italien und Polen. Sein Ziel ist es, ökumenisch zu wirken, wie die heilige Maria Elisabeth Hesseblad es wünschte.

Bilder (Katholischer Gemeindeverband in Bremen): Bild der heiligen Maria Elisabeth Hesselblad im Bremer Birgittenkloster

Birgittenschwestern

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 06.06.2016.