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10.10.2016

Maria Wedewer-Steffen und Referentin Kerstin Bause / Fotos: Kath. Gemeindeverband - Christoph Brüwer

„Zu gut für die Tonne“

Vortrag von Kerstin Bause über wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln

Über den verantwortungsbewussten und wertschätzenden Umgang mit unseren Lebensmitteln referierte Kerstin Bause am 12. Oktober im Gemeindezentrum St. Ursula in Bremen. Die Referentin für Verbraucherschutz und ländlichen Raum beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) in Köln informierte neben der Lebensmittelverschwendung auch über praktische Tipps zur Vermeidung von unnötigen Lebensmittelabfällen.

Der Vortrag begann mit einem geistlichen Impuls von Monika Schmidt, der Leiterin des Liturgie-Kreises beim KDFB-Zweigverein Bremen. Sie bezog sich darin auf die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus. Diese sei sehr ernsthaft und aufrüttelnd geschrieben, entsprechend des Untertitels „Sorge für das gemeinsame Haus“. Bei einer Generalaudienz anlässlich des „World Environment Day“ Anfang Juni in Rom habe sich der Papst für den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung eingesetzt: „Erinnert euch daran, dass das Essen, das wir wegwerfen, wie von den Tischen der Armen gestohlen ist, von denen, die hungern“, zitierte Schmidt das Kirchenoberhaupt.

Kerstin Bause betonte anschließend die Aktualität des Themas Lebensmittelverschwendung. Es sei wichtig, das eigene routinierte Alltagshandeln immer wieder zu hinterfragen. Laut einer Studie der Bundesregierung würden 61 % des Lebensmittelabfalls durch private Haushalte verursacht. Neben nicht vermeidbaren Abfällen wie Bananenschalen oder nur teilweise vermeidbaren Abfällen wie harten Brotrinden werden auch noch genießbare Lebensmittel entsorgt. Dies habe für Haushalte auch eine finanzielle Dimension, denn durchschnittlich entsorge jeder jährlich 53 Kilogramm vermeidbare Abfälle: „Das sind 235 Euro pro Person und Jahr“, erklärte Bause.

Die Auswirkung der Verschwendung zeige sich auch beim Klimawandel: Allein 20% des Treibhausgasaustoßes werde durch die Ernährung verursacht. Bause ließ die knapp 30 interessiert zuhörenden Frauen schätzen, welches Lebensmittel die schlechteste Klimabilanz habe und löste dann selbst auf: „Das, das weggeworfen wird.“ Es sei daher notwendig, Lebensmittel neu wertzuschätzen und die Arbeit in Anbau und Verarbeitung zu berücksichtigen: „Unser Konsumverhalten beeinflusst Bäuerinnen und Bauern weltweit.“

Zum Abschluss gab die KDFB-Referentin den Zuhörerinnen einige Praxistipps mit auf den Weg: Im Restaurant solle man beispielsweise nach Möglichkeit angepasste Portionen bestellen und keine Scheu zeigen, sich die Reste einpacken zu lassen. Darüber hinaus empfahl sie, regional und saisonal einzukaufen und auf die richtige Aufbewahrung und Lagerung von Lebensmitteln zu achten. Bei einmal geöffneten Verpackungen oder nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sei es geboten, die Lebensmittel mit allen Sinnen zu prüfen. Solange keine Auffälligkeiten festgestellt werden könnten, sei es in der Regel noch möglich, das Produkt zu essen Die Vorsitzende des KDFB-Zweigvereins Bremen, Maria Wedewer-Steffen, überreichte Kerstin Bause als Dank für ihren Vortrag eine Stofftragetasche mit dem Logo des 70-jährigen Jubiläums des Bremer Frauenauschusses und regional produzierte Marmelade und Schokolade sowie ein Büchlein mit irischen Segensgrüßen.

Weitere Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung und Rezepte für übrig gebliebene Lebensmittel sind online abrufbar unter: https://www.zugutfuerdietonne.de/

Fotos (Christoph Brüwer):
- Maria Wedewer-Steffen überreicht als Dank im Namen des KDFB-Zweigvereins einen Stoffbeutel mit regionalen Produkten an die Referentin Kerstin Bause.
- Kerstin Bause, Referentin beim KDFB für Verbraucherschutz und ländlichen Raum.

Bremen (cb) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 13.10.2016.