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09.01.2017

Foto (Christoph Brüwer): Projektor im Olbers-Planetarium in Bremen.

Von Kometen, Konjunktionen und einem Himmels-W

SternenAcht im Olbers-Planetarium

Staunend und amüsiert erfuhren 14 Zuhörer bei der SternenAcht am 8. Januar im Olbers-Planetarium Wissenswertes und Anekdoten über die Sterne und das All. Alina Hawkin, eine Mitarbeiterin des Olbers-Planetariums, erklärte anschaulich und humorvoll die Sternenbilder am Nachthimmel über Bremen, die aufgrund der Bewölkung jedoch häufig nicht zu sehen seien. „Das ist in Bremen ja oft ein Problem“, kommentierte sie das Bremer Wetter augenzwinkernd. Mit einem Projektor demonstrierte sie an der kuppelförmigen Decke des Vorführungsraumes, welche Sternenbilder gerade auf der Nordhalbkugel zu sehen sind. „Werder ist der einzige Bundesliga-Verein, dessen Wappen am Nachthimmel zu sehen ist“, bemerkte Hawkin dabei etwa zum w-förmigen Sternenbild der Kassiopeia, das auch als Himmels-W bekannt ist.

Den Zuhörern erläuterte sie mithilfe von Bildern und Videos auch die verschiedenen Theorien über den Stern von Bethlehem, der die Sterndeuter aus dem Morgenland im Neuen Testament der Bibel zum Geburtsort Jesu führte. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Stern von Bethlehem ein Komet gewesen ist. Kometen leuchteten hell und bewegten sich, hielten jedoch nicht an einer Stelle an, erklärte Hawkin. Eine andere Theorie besagt, dass es sich um eine Supernova gehandelt haben könnte. Diese leuchteten ebenfalls sehr hell und seien manchmal sogar am Tag sichtbar. Supernovä seien jedoch sehr selten und Reste einer Sternenexplosion seien für die Zeit der Geburt Jesu nicht nachweisbar. Die wahrscheinlichste Lösung sei daher, dass es sich um eine Planetenkonjunktion handelt. Da Planeten sich auf Schleifenbahnen bewegten, könne der Eindruck entstehen, sie blieben zeitweise stehen. Die Interpretation eines in Judäa geborenen Königs für Israel ließe sich mit dem Zusammentreffen von Jupiter und Venus nahe dem Sternenbild der Fische auch erklären. Eine solche Konjunktion ließe sich für die Zeit kurz vor Jesu Geburt nachweisen. Jedoch seien die Planeten trotz allem immer noch als zwei Punkte zu erkennen und nicht als ein einziger Stern, relativierte Hawkin.

Die Idee hinter den „nAcht“-Veranstaltungen ist es, dass junge Menschen an jedem achten Tag eines Monats um 20 Uhr einen Abend mit wechselnden kulturellen, kulinarischen aber auch nachdenklichen, politischen oder religiösen Themen verbringen und so gemeinsam Bekanntes aus einer anderen Perspektive erleben können. Veranstaltet werden die „nÄchte“ von einem vierköpfigen Team: Fabienne Torst vom Katholischen Jugendbüro, Astrid Wiesbaum, Gemeindereferentin in der Propsteigemeinde St. Johann, Inga Müller, Gemeindereferentin in St. Raphael und Dr. Christoph Lubberich von der Katholischen Hochschulgemeinde.

Die nächste nAcht findet statt am 8. Februar um 20 Uhr im KHG-Raum, Hohe Straße 8/9. Bei der SpielenAcht werden neue Spiele und bewährte Klassiker vorgestellt und in gemütlicher Runde ausprobiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter www.nachtinbremen.de.

Bremen (cb) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 09.01.2017