Aktuelle Mitteilungen

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16.01.2017

Fotos (Christoph Brüwer): Friedensgebet „Religionen beten für den Frieden“ in der Oberen Rathaushalle in Bremen.

Zusammenwirken von Religionen, Staat und Gesellschaft wichtiger denn je

Religionen beten für den Frieden

Die Bitte, die Menschen auf den Weg des Friedens zu führen, stand im Zentrum des 18. Interreligiösen Friedensgebets am 15. Januar in der Oberen Rathaushalle in Bremen. Vertreter aus acht verschiedenen Glaubensgemeinschaften stellten mit Gebeten und Liedern ihr Verständnis von Frieden vor und baten ihre Götter oder Gottheiten um Frieden auf der Erde.

Ferdinand Rogge von der Bahá‘í-Gemeinde in Bremen moderierte die Veranstaltung. Er begrüßte die rund 200 Teilnehmer und erklärte den Ablauf. Er griff eine Aussage auf der Internetseite des Bremer Rathauses auf, dass es nirgendwo ein vergleichbares Rathaus gebe: „Es gibt wohl auch nirgendwo eine solche Andacht wie diese hier im Rathaus.“ Er sei glücklich, dass bereits seit 1999 Anhänger verschiedenster Religionen zusammenkämen, um gemeinsam für Frieden zwischen den Religionen und in der Welt zu beten.

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling zeigte sich in seiner Ansprache froh darüber, dass die Tradition des Friedensgebetes weitergeführt werde. „Diese Tradition ist so bedeutsam, weil es nicht selbstverständlich ist, dass Religionen gemeinsam beten.“ Er blickte aber auch auf die schrecklichen Bilder von Gewalt, Tod und Hass im vergangenen Jahr zurück. Die Religionen seien hier ein wichtiger Bündnispartner, um durch Respekt und Solidarität einen Ausweg zu finden: „Heute ist das Zusammenwirken aller Religionen mit Staat und Gesellschaft wichtiger denn je.“ Gerade Religionen hätten die Kraft, Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des Anderen aufzusprengen. Er wünsche allen dazu viel Kraft, schloss Sieling.

Vertreter des Judentums, der Jesiden, des Islam, des Hinduismus, des Christentums, des Buddhismus, der Bahá’í-Religion und des Alevitentums beteten anschließend nacheinander für Frieden in der Welt. Zwischen den Beiträgen erfolgte ein Gong, der eine Schweigeminute einläutete und Kinder trugen Kerzen für die Religionsgemeinschaften nach vorne. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Querflötistin Annette Odendahl.

Fotos (Christoph Brüwer): Friedensgebet „Religionen beten für den Frieden“ in der Oberen Rathaushalle in Bremen.

Bremen (cb) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 16.01.2017.