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Da sahen sie,

dass der Stein vom Grab

weggewälzt war.

Lk 24,2

13.01.2017

Pfarrer i.R. Hanns Kessler / Foto: Kath. Gemeindeverband

Pfarrer i.R. Hanns Kessler gestorben

Requiem am 19. Januar in St. Johann

Am Dienstagabend, 10. Januar 2017, ist Pfarrer i. R. Hanns Kessler nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Seit mehreren Jahrzehnten hat er in Bremen an unterschiedlichen Stellen als Priester gewirkt, u. a. in St. Elisabeth, St. Hedwig, St. Laurentius und als Gefängnisseelsorger.

Hanns Kessler wurde 1934 geboren und hat 1965 in Osnabrück die Priesterweihe empfangen. 1968 gehörte er zum Priesterteam im „Konvent Bremen-Ost“. Der Konvent wollte „zu Glaubensentscheidungen verhelfen, die lebenswirksam werden“ und „Laien ermutigen, das Gemeindeleben aktiv mitzugestalten“. Eine große Rolle spielten Hauskreise, Predigtgespräche, theologische Seminare, offene Jugendarbeit, die Partnerschaft mit Waslala in Nicaragua und die Gestaltung der Gottesdienste, zu der auch neue musikalische Formen gehörten. Über viele Jahre hat Hanns Kessler lyrische Texte von Huub Oosterhuis übersetzt und deren musikalische Verortung in der Liturgie realisiert.

Viele haben das theologische Wirken von Hanns Kessler im Bremer „Lehrhaus“ besonders geschätzt, das er 1988 initiiert und viele Jahre geleitet hatte. Das Lehrhaus verstand sich als „Ort des Nachdenkens, der offenen Diskussion und Reflexion der biblischen Bücher jüdischen und christlichen Ursprungs“. Eine besondere Rolle spielten dabei die Impulse und Spuren, die biblische Texte in den vergangenen 2000 Jahren in Kunst, Musik, Geschichte und Politik hinterlassen haben. Hanns Kessler hatte das Lehrhaus auch beschrieben als „ein Ort, der Fremdes und Befremdliches zulässt, schwierigen Fragen nicht ausweicht und Menschen unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung zusammenführt“.

Das Requiem für den Verstorbenen wird am Donnerstag, den 19. Januar um 12:00 Uhr in der Propsteikirche St. Johann gefeiert. Die Urnenbeisetzung ist zu einem späteren Zeitpunkt in Osnabrück.

Bremen (mh) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 13.01.2017.