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15.02.2017

Von der Sicherheitslogik zur Friedenslogik

Pax Christi - Studiennachmittag mit Frau Prof. Birckenbach

Am Samstag, den 25. Februar lädt die internationale katholische Friedensbewegung pax christi ein zu einem Studiennachmittag mit Frau Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach von der Universität Gießen. Die Politikwissenschaftlerin spricht zum Thema „Vorrang für zivile Konfliktbearbeitung. Von der Sicherheitslogik zur Friedenslogik“.

Franz-Josef Lotte vom pax christi-Regionalverband Osnabrück/Hamburg sagt über die Veranstaltung: „Die derzeitigen Konflikte in der Welt machen deutlich, dass die bevorzugten Wege der Konfliktregelung militärisch gestaltet werden. Für Friedensbewegungen und Kirchen mit ihrer Friedensbotschaft stellt sich deshalb die Frage, wie eine zivile Konfliktbearbeitung stärker in den Fokus gerückt werden kann. Die Möglichkeiten und Strategien des gewaltfreien Konfliktaustragens sind längst nicht ausgeschöpft. Es reicht nicht allein Gewalt und Krieg zu verdammen, sondern Friedensgruppen müssen stärker konkrete Vorstellungen vom Frieden entwickeln sowie methodische und praktische Schritte aus der Gewaltspirale aufzeigen.“

Die Friedens- und Konfliktforscherin Frau Prof. Dr. Birckenbach wird einen notwendigen Paradigmenwechsel von einer Sicherheitslogik zur Friedenslogik an aktuellen internationalen Konflikten aufzeigen.

Die Veranstaltung findet statt am 25. Februar von 14.30 Uhr bis 16.45 Uhr im Pfarrheim St. Johann, Kolpingstr. /Ecke Süsterstr. 1, im Bremer Schnoor. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel: 0541/21775, E-Mail: os-hh@remove-this.paxchristi.de.


Hanne-Margret Birckenbach hat nach dem Studium der Germanistik, Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in Tübingen und Frankfurt am Main mit einer Arbeit über Wehrdienstbereitschaft von Jugendlichen an der Freien Universität Berlin promoviert. Anschließend habilitierte sie sich an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Seit Oktober 2001 ist sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Gießen tätig. Dort hatte sie zwischen 2001 und 2008 den Jean-Monnet-Lehrstuhl für „European Governance, European Political Integration, Integration und Komparatistik der subnationalen Ebene, Politische Soziologie, Partizipation und demokratische Praxisformen in Europa“ inne, von 2008 bis 2010 eine Professur für Internationale Integration mit dem Schwerpunkt östliches Europa und von 2010 bis 2012 eine Professur für Friedens- und Konfliktforschung, Die Schwerpunkte ihres Forschens und Lehrens sind Europäische Politik, vor allem bezogen auf Ost- und Nord-Ost-Europa, internationale Organisationen, das Verhältnis von EU und Russland, Menschenrechtspolitik, Minderheitenkonflikte, Friedens- und Konfliktforschung und Konfliktprävention. Pax Christi ist eine internationale ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. In der Tradition der Friedenslehre des Zweiten Vatikanischen Konzils macht sie das Friedenszeugnis der Kirche deutlich und sucht das Gespräch mit anderen religiösen Traditionen.

Bremen (mh) Pressemitteilung des katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 15.02.2017.