Aktuelle Mitteilungen

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26.05.2017

Staatsminister a.D. Bernd Neumann besucht renovierte Propsteikirche

Propst Schomaker bedankt sich für Unterstützung

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 29.05.2017

Bernd Neumann besucht renovierte Propsteikirche St. Johann
Propst Martin Schomaker bedankt sich für Unterstützung

Bremen (mh) Zu einem Besuch in der frisch renovierten Propsteikirche St. Johann hat Propst Dr. Martin Schomaker am Freitag, den 26. Mai Bernd Neumann begrüßt. Der frühere Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hatte sich dafür eingesetzt, dass die Renovierung der Hauptkirche der Katholiken in Bremen aus Bundesmitteln gefördert wurde.

Gemeinsam mit Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki, Werner Kalle vom Kirchenvorstand und dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Stefan Oelgemöller führte Propst Schomaker den langjährigen Landesvorsitzenden der CDU Bremen durch die 1380 erbaute Franziskanerkirche, die nun in neuem Glanz erstrahlt.

Die Renovierungsarbeiten an Bremens einziger erhaltener Klosterkirche wurden in den Jahren 2013 bis 2016 durchgeführt. In den ersten beiden Jahren erfolgte die Außensanierung, im Jahr 2015 wurde das marode Nebengebäude an der Südseite durch einen Neubau ersetzt. Im Jahr 2016 erfolgte die Innensanierung. Die alte Sakristei wurde als Dusch- und Waschmöglichkeit für Bedürftige umgebaut. Die Kirche erhielt einen barrierefreien Zugang und einen Franziskanergarten.

Propst Schomaker nutzte die Gelegenheit, um auch über das heutige Gemeindeleben zu informieren: Die rund 9500 Gemeindemitglieder stammen aus über 120 Nationen. Auch viele Touristen besuchen die einzige katholische Kirche in der Bremer Innenstadt, die täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet ist. Neben zwei Heiligen Messen täglich gibt es besondere Gottesdienste, die häufig im Chorraum der Kirche oder in der Krypta gefeiert werden. 
 
Eine weitere Besonderheit sei das „Buch des Lebens“ im hinteren Bereich der Kirche: Die Diskussionen um die Neufassung des Bestattungsgesetzes in Bremen im Jahr 2014 hätten zu der Entscheidung geführt, in der Kirche einen besonderen Ort für Trauernde zu gestalten. Dieser Ort sollte so geschaffen sein, dass die Namen der Toten erhalten bleiben. In eigenen Trauergottesdiensten können Trauernde den Namen eines Verstorbenen in ein Buch schreiben, das unter Plexiglas sichtbar auf einem historischen Sandstein ausliegt. An diesem Ort können auch Blumen abgelegt werden.

Bernd Neumann zeigte sich beeindruckt von der Helligkeit in der Hallenkirche, die seit der kompletten Neuausmalung von ca. 1300 m2 Gewölbe und 2300 m2 Wandfläche ganz in hellen Tönen gehalten ist und ein neues Lichtkonzept erhalten hat. Für ihn seien Kirchen wunderbare Zeugnisse der Geschichte eines Landes. In seiner Zeit als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien von 2005 bis 2013 sei es gelungen, neben den sonstigen Denkmalpflegeprogrammen zusätzliche Denkmalschutz-Sonderprogramme aufzulegen, durch die der Bund dringende Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kulturdenkmälern ermögliche. Besonders freue es ihn, dass zu den schützenswerten Kulturdenkmälern nun auch bedeutsame Orgeln und in Einzelfällen auch bewegliche Kulturgüter, wie zum Beispiel Schiffe gehören könnten.

Bilder (Martina Höhns): Propst Dr. Martin Schomaker führt Staatsminister a.D. Bernd Neumann durch die renovierte Propsteikirche St. Johann.