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31.03.2017

Selbstverpflichtung zu mehr Zusammenarbeit

"Healing of Memories"-Gottesdienst in Bremen

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 31.03.2017

Selbstverpflichtung zu mehr Zusammenarbeit
Kirchen erinnern an Verletzungen der Vergangenheit

Bremen (mh) Bei einem ökumenischen Gottesdienst im Bremer St. Peteri Dom haben sich die Kirchen heute zu mehr Zusammenarbeit verpflichtet. Unter dem Leitwort „Healing of Memories“ (auf deutsch: die Erinnerung heilen) riefen Domkapitular Reinhard Molitor für die katholische und Schriftführer Renke Brahms für die evangelische Kirche dazu auf, weitere Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen zu gehen.

„Wir verpflichten uns, wo immer es möglich ist, gemeinsam zu handeln und einander aktiv zu unterstützen“, sagte Brahms. Dazu gehöre es, alles zu unterlassen, was Anlass zu neuen Zerwürfnissen sein könnte. In ethischen Fragen, die zwischen den Kirchen strittig sind, sollte vor Entscheidungen der Dialog gesucht werden.

Molitor versprach, konfessionsverbindenden Ehepaaren alle Hilfen zu geben, die ihren gemeinsamen Glauben stärken und die religiöse Erziehung der Kinder fördern. Versachlichung, Versöhnung und Verständigung seien nötig, um das Reformationsgedenken gemeinsam zu begehen. Der Ökumenebeauftragte des Bistums Osnabrück nahm für den erkrankten Bremer Propst Dr. Martin Schomaker an dem Gottesdienst teil.

Zuvor hatten die Kirchenvertreter an die Verfehlungen und gegenseitigen Verletzungen erinnert, die sich Christen verschiedener Konfessionen in der Vergangenheit zugefügt hatten. Als Symbol für die Überwindung des Trennenden richteten Molitor und Brahms gemeinsam ein großes Holzkreuz vor dem Altar auf. Das Kreuz sollte so von einem Sperrsymbol zu einem Versöhnungssymbol werden.

Der Gottesdienst wurde nach dem Vorbild des zentralen Buß- und Versöhnungsgottesdienstes der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 11. März gefeiert. Außer Domkapitular Reinhard Molitor und Schriftführer Renke Brahms wirkten als Liturgen auch Domprediger Pastor Christian Gotzen und Pastorin Susanne Neißner-Brose von der Evangelisch-methodistischen Kirche Bremen mit. Die Orgel spielte Domorganist Stephan Leuthold.

Bild (Dr. Martina Höhns): Schriftführer Renke Brahms (links) und Domkapitular Reinhard Molitor (rechts) richten das Kreuz als Symbol der Versöhnung auf im Gottesdienst „Healing of Memories“ im Bremer Dom am 31.03.2017.