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1 Thess 5,21

05.03.2018

Sr. M. Judith Terheyden / Foto: Kath. Gemeindeverband - Dr. Martina Höhns

Schwester Judith Terheyden verstorben

Requiem am 06. März um 18.00 Uhr in der Propsteikirche St. Johann

Bremen (mh) Schwester M. Judith Terheyden ist am 03. März im Alter von 72 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Die Ordensfrau aus der Gemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen war seit 1988 als Seelsorgerin in Bremen tätig. Hier arbeitete sie als Gemeindereferentin in den Pfarreien St. Benedikt in Woltmershausen, St. Elisabeth in Hastedt, St. Pius in Huchting und in St. Johann in der Innenstadt. Von 2010 bis 2016 war die beliebte Ordensschwester im AtriumKirche in der City-Seelsorge tätig. Seit 2004 war sie zugleich vorstehende Schwester im Konvent der Thuiner Franziskanerinnen im Schnoor, dem außer ihr Schwester Francis Wächter, Schwester Patrick Lögering und Schwester Regulinde Besten angehören.

Am Dienstag den 6. März wird um 18.00 Uhr in der Propsteikirche St. Johann in Bremen ein Requiem, eine heilige Messe für die Verstorbene, gefeiert. Die Beerdigung ist am Donnerstag, den 8. März um 14.30 Uhr auf dem Klosterfriedhof in Schwagsdorf, anschließend ist das Requiem in der Kapelle des Marienstifts (Kellinghausen 1, 49584 Fürstenau).

Die Provinzoberin Schwester Benedicta würdigte die Verstorbene als „vielbegabte, humorvolle und authentische“ Ordensfrau: „Schwester Judith war am „Puls der Zeit“, verfolgte die Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft und suchte stets nach neuen Wegen des Glaubenslebens und in der Glaubensverkündigung. Sie blieb stets selbst eine Suchende, Fragende, Herausfordernde.“ Ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Können stellte sie während ihrer langjährigen Tätigkeit in der Seelsorge in den Dienst der Menschen. Sie begegnete ihnen, unabhängig von Alter, Religion und Herkunft, mit Offenheit, Respekt und Diskretion. In der geistlichen Begleitung, in der sie auch nach ihrem offiziellen Ausscheiden aus dem Atrium Kirche tätig war, hatte sie für unzählige Menschen ein offenes Ohr und Herz. Sie erspürte die unausgesprochene Not, half, wo sie konnte und wurde für viele eine geschätzte Ansprechpartnerin. In Meditations- und Eutoniekursen sensibilisierte sie Menschen für die Einheit von Leib und Seele. Journalisten stand sie in Bremen immer wieder Rede und Antwort und war bereit, über ihren Glauben und ihre Arbeit zu berichten.

Die Verstorbene wurde am 4. August 1945 in Ochtrup in der Diözese Münster geboren. Nach einer Lehre zur Hotelfachfrau trat sie 1967 mit 22 Jahren in den Orden ein. Sie begann am 3. Oktober 1967 das Noviziat und legte zwei Jahre später ihre erste Profess ab. Die ewige Profess folgte am 19. Dezember 1974. Nach Erwerb der Fachhochschulreife auf dem Abendgymnasium studierte sie Religionspädagogik an der Höheren Fachschule für Religionspädagogik in Paderborn. Bevor sie 1988 nach Bremen kam war sie als Gemeindeseelsorgerin von 1972 bis 1976 in Osnabrück, Rosenkranz, von 1976 bis 1985 in St. Vitus in Freren und von 1985 bis 1988 in St. Alexander in Bawinkel tätig.

Verantwortungsbewusst und zielstrebig setzte sich Schwester Judith in der Ordensgemeinschaft, in ihrer Berufsgruppe, in der Ordens-AG des Bistums Osnabrück und in den Gremien des Dekanats Bremen ein. Sie engagierte sich in der Katholischen Frauenarbeit und war sowohl beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in Bremen ein gern gesehener Gast.

In den letzten Monaten war die Gesundheit von Schwester Judith sehr geschwächt. Immer wieder musste sie sich in stationäre Behandlung begeben. In den frühen Morgenstunden am 3. März ist sie für alle unerwartet im Krankenhaus St. Joseph-Stift in Bremen gestorben.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 05.03.2018