Aktuelle Mitteilungen

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20.05.2014

Die „Heile Welt Partei“ beim Planspiel Europawahl am 20. Mai 2014 in der St.-Johannis-Schule.

Das „Presseteam“ beim Planspiel Europawahl am 20. Mai 2014 in der St.-Johannis-Schule.

Klaudia und Sabrina übernehmen im Planspiel die Rolle von Studentinnen.

Das Planungsteam (von links nach rechts): Monica Merkel, Silvia Pucyk, Stefanie Schmidt, Jenny Grabinski, Michael Gargas.

Die soziale Regenbogenpartei stellt ihr Wahlprogramm vor.

Planspiel Europawahl an St.-Johannis-Schule

Wahlprogramme, Medienmacht und Lobbyarbeit

Für 70 Schülerinnen und Schüler der St.-Johannis-Schule ging es einen ganzen Tag lang um die Europawahl. Auf Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), des Dekanatsjugendbüros und der beiden Politiklehrerinnen Claudia Schmitt und Ursula Stielike schlüpften die Mädchen und Jungen in die Rollen von Politikern, Journalisten, Lobbyisten und Bürgern. Bei dem Planspiel Europawahl konnten die Zehnt- und Elftklässler Wahlprogramme und Kampagnen entwickeln, Wahlsendungen organisieren und Erfahrungen mit der Arbeit von Lobbyisten sammeln.

Insgesamt sechs „Parteien“ wurden von den Schülerinnen und Schülern gegründet. Für sie wurden phantasievolle Namen gefunden: „Das Team“, „2 be one“, „Heile Welt Partei“, „Europäische Känguru-Partei“, „Soziale Regenbogenpartei“ und „Partei für Individualität und Freiheit (PIF)“. Jedes Parteienteam wählte einen Spitzenkandidaten, einen Kampagnenchef, ein Programmteam und einen Public Relations Manager. Nach gut 90 Minuten mit oft regen Diskussionen hatten sich die Schülerinnen und Schüler auf Wahlprogramme geeinigt. Dabei ging es durchaus kontrovers zu, aber dank des „Leitfadens für Parteien“ mit Hinweisen für Themen und Schwerpunkte konnten alle Parteien ein Programm vorlegen.

Philip aus dem Presseteam übernahm die Rolle des Moderators einer „Sondersendung zur Wahl“. Dort hatten die Spitzenkandidatinnen und –kandidaten nacheinander die Möglichkeit, ihr Wahlprogramm in fünf Minuten vorzustellen. Ihre Mitschüler verfolgten die Präsentationen mit Interesse. Dabei zeigten sich durchaus unterschiedliche Akzente: Während die Partei „Das Team“ freies WLAN und eine Kulturflatrate forderte, setzte sich der Spitzenkandidat der „Europäischen Kängurupartei“ für europäische Volksabstimmungen und den Schutz der Privatsphäre ein. Die „Soziale Regenbogenpartei“ hatte Gleichberechtigung, mehr Emanzipation und Asyl für Flüchtlinge im Wahlprogramm. Die „Heile Welt Partei“ warb mit dem Slogan „Erst ein starkes Europa – dann eine starke Welt“ und forderte stabile Löhne und Arbeitsschutz in ganz Europa. Die Partei für Individualität und Freiheit sprach sich für härtere Strafen bei Körperverletzung und gegen die Todesstrafe aus.

Auch die Zuhörer hatten unterschiedliche Interessen. Klaudia und Sabrina waren für das Planspiel in die Rolle von Studentinnen geschlüpft.  Einige Mitschüler spielten Alleinerziehende, Frührentner oder Menschen mit Migrationshintergrund. Andere waren als Lobbyisten der Energiewirtschaft, der Automobilindustrie oder der Gewerkschaften unterwegs, um bei den Politikern ein offenes Ohr für ihre Interessen zu finden. Die Mitspieler im Presseteam fassten die Aussagen der Spitzenkandidaten zusammen, ließen sie über einen Live-Ticker laufen und stellten kritische Fragen.

Nach einer halbstündigen „Elefantenrunde“, in der sich alle sechs Spitzenkandidaten direkt gegenüberstanden und ihre Positionen auch gegeneinander vertreten mussten, schritten die Schüler zur Wahl. Mit 27% der Stimmen wurde die „Heile Welt Partei“ von den meisten Schülerinnen und Schülern gewählt. Ob es daran lag, dass nur die „Heile Welt Partei“ Wahlplakate geklebt hatte, an dem markanten Logo, das einen Globus mit Pflaster zeigte, an ihrem Wahlslogan oder an der überzeugenden Präsentation ihres Spitzenkandidaten Marcel?

Stefanie Schmidt vom Dekanatsjugendbüro, Monica Merkel und  Jenny Grabinski vom BDKJ  und die Politikstudentin Silvia Pucyk waren mit dem  Projekttag zufrieden.  „Wir wollen die Jugendlichen für Politik interessieren und das ist uns heute gelungen“, sagte Schmidt.

Bilder (Martina Höhns):

Die „Heile Welt Partei“ beim Planspiel Europawahl am 20. Mai 2014 in der St.-Johannis-Schule.

Das „Presseteam“  beim Planspiel Europawahl am 20. Mai 2014 in der St.-Johannis-Schule.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 20.05.2014.