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Hl. Katharina von Siena

06.02.2018

Propst Dr. Martin Schomaker mit Kelch / Foto: Kath. Gemeindeverband -

Propst Schomaker übergibt „Kelch der Versöhnung“ an Auferstehungsgemeinde

Gottesdienst am 18. Februar in Hastedt

Bremen (mh) Am Sonntag, den 18. Februar wird Propst Dr. Martin Schomaker der evangelischen Auferstehungsgemeinde einen „Kelch der Versöhnung“ schenken. Im Rahmen eines Gottesdienstes mit Kanzeltausch, an dem auch der Präsident der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber mitwirkt, wird er den Kelch als Zeichen einer lebendigen Ökumene, also der guten Zusammenarbeit zwischen den Kirchen, überreichen.

Propst Schomaker hat sich dabei an Papst Franziskus orientiert. Dieser hatte bei seinem Besuch der Evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom am 15. November 2015 der Gemeinde einen Kelch überreicht, wie er ihn sonst bei Auslandsreisen den besuchten katholischen Bistümern schenkt. Dieses starke Zeichen der Verbundenheit zwischen den Kirchen soll – so der Wunsch von Propst Schomaker - auch in Bremen das ökumenische Miteinander stärken.

Den Kelch hatte Propst Schomaker im vergangenen Jahr bei einer ökumenischen Reise nach Rom gekauft. Gemeinsam mit Christinnen und Christen der Bremischen Evangelischen Kirche – darunter der Präsident der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber -, des Katholischen Gemeindeverbandes und der methodistischen Kirche Bremen war er im Reformationsjahr vom 4. bis 9. September zu Gesprächen und Begegnungen in Rom. Zu den Gesprächspartnern gehörten unter anderem Kardinal Walter Kasper, die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl Annette Schavan, Pfarrer Dr. Jens-Martin Kruse von der Ev.-luth. Christuskirche in Rom, Kardinal Peter Turkson und Prof. Daniel Garrone von der Waldenserfakultät.

„Diese Übergabe soll einen Prozess auslösen. Wir wünschen uns, dass in möglichst vielen Gemeinden über Ökumene und über die Sehnsucht nach Gemeinschaft nachgedacht und gesprochen wird“, so der Leiter des katholischen Büros Bremen. Dazu gehörten Fragen wie „Pflegen wir ökumenische Freundschaften? Gibt es eine lebendige Ökumene? Gibt es eine Sehnsucht nach eucharistischer Gastfreundschaft? Sind Liturgie und Diakonie in einer guten Balance?“.

Obwohl viele weitere Gemeinden geeignet seien, den „Kelch der Versöhnung“ entgegenzunehmen, habe er sich entschieden, ihn der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Hastedt zu schenken: „Seit 1973 gestalten die drei Gemeinden in Hastedt – die Auferstehungsgemeinde, die Alt-Hastedter-Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Elisabeth - jedes Jahr eine ökumenische Bibelwoche mit Bibelarbeit, „Kanzeltausch“ und ökumenischer Vesper.“ Dazu kämen theologische Herbstseminare und am Pfingstmontag ein ökumenischer Pilgerweg mit anschließendem Gottesdienst. Außerdem feiere die Auferstehungsgemeinde gemeinsam mit Katholiken, die aus Polen stammen, einen Gedenkgottesdienst an dem Ort, wo Ende des Zweiten Weltkrieges polnische Zwangsarbeiter starben. Auch junge Leute aus der Gemeinde hätten hohes Interesse an Ökumene. „Die Basis lebt Ökumene“ so Schomaker.

Der Bremer Propst hofft, dass mit dieser Initiative „weitere Übergaben von symbolischen Geschenken“ zwischen den verschiedenen christlichen Gemeinden in Bremen angeregt werden.

Gäste sind zum Gottesdienst mit Kelchübergabe und Kanzeltausch am 18. Februar um 10.00 Uhr in der Auferstehungsgemeinde in Hastedt (Drakenburger Str. 42) herzlich eingeladen.

Bild (Martina Höhns): Propst Dr. Martin Schomaker wird der Auferstehungsgemeinde in Hastedt diesen Kelch am 18. Februar schenken.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 06.02.2018