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Die katholischen Schulen in Bremen
Die katholischen Schulen sind die ältesten Privatschulen Bremens. 1819 begann die St.-Johannis-Schule ihren Betrieb, vier Jahre bevor man die St.-Johannis-Kirche einweihen konnte. Mit der St.-Marien-Schule in Walle und der St.-Joseph-Schule in Oslebshausen vergrößerte man vor und nach dem ersten Weltkrieg das katholische Schulangebot. Nach dem 2. Weltkrieg kamen die Grundschulen St. Pius, 1971, und St. Antonius, 1986, als Dependancen der St.-Johannis-Schule hinzu. Im Jahre 2006 konnte die Sekundarstufe I hinzugefügt und die ehemalige Kaiserliche Post als Schulgebäude bezogen werden. Nun kann man endlich auf der St.-Johannis-Schule sein Abitur machen. Im Jahre 2007 sind die katholischen Schulen nicht mehr in der Trägerschaft des Katholischen Gemeindeverbandes, sondern in der der Schulstiftung St. Willehad. 1969 überraschten die katholischen Schulen die Hanseaten damit, dass sie ihre Schulen zu Bremens erster Gesamtschule umstrukturierten. 1982 führten sie das 10. Schuljahr ein. Mit anderen Worten:Die katholischen Schulen bedienen sich der staatlichen Vorgaben, füllen sie aber mit ihrem eigenen Inhalt aus. Die katholischen Schulen in Bremen leisten ihren Beitrag zur Vielfalt des bremischen Erziehungs- und Bildungswesens. Sie sind eine christliche Alternative in der Bremer Schullandschaft. Träger der Schulen ist der Katholische Gemeindeverband in Bremen. Sie sind staatlich anerkannt. Ihre Abschlüsse entsprechen denen der staatlichen Schulen. Der Unterricht orientiert sich an den im Lande Bremen gültigen Richtlinien. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulträger tragen gemeinsam Verantwortung für die Verwirklichung der folgenden Ziele: • gute Leistungen hervorzubringen • Schwache zu unterstützen und zu fördern • den Einzelnen wahrzunehmen und die Möglichkeit für die Entwicklung der Persönlichkeit zu schaffen • alle an der Schule Beteiligten auch für die Schule zu engagieren • sich in einem guten Klima geschwisterlich und mit Vertrauensvorschuss zu begegnen • den Glauben kennenzulernen und zu Toleranz zu erziehen • zu leben, dass die Gottes- und Nächstenliebe das wichtigste Gebot ist • soziale Probleme zu erkennen und sich für eine Lösung einzusetzen. Der katholische Religionsunterricht ist an den katholischen Schulen ordentliches Lehrfach in allen Jahrgängen. Er umfasst zwei Unterrichtsstunden in allen Jahrgängen zusätzlich zur Stundentafel an öffentlichen Schulen. Der Unterricht ist offen und tolerant gegenüber Andersdenkenden. Neben dem Religionsunterricht haben Gebet und Meditation ihren festen Platz im Schulalltag. Zum Schulleben gehören Klassen- und Schulgottesdienste, die sich am Leben und den Festen im Kirchenjahr orientieren. Seminartage innerhalb der Jahrgangsstufen und Besinnungstage im Benediktinerkloster Nütschau gegen Ende der 10. Klasse geben den Schülern und Schülerinnen Orientierungshilfen für die Sinnfrage und die persönliche Ausgestaltung ihres Lebens. Häufig geht es dabei um Fragen wie: "Wer bin ich?" "Wie sehen mich die anderen?" "Was war und ist in meinem Leben wichtig?" u.ä. Diese Fahrten werden von einem Religionslehrer, dem Schulseelsorger und dem Klassenlehrer begleitet. Der Schulseelsorger steht auch für persönliche Gespräche mit Schülerinnen und Schülern und Lehrern und Lehrerinnen zur Verfügung. Bei den sozialen Aktionen, die in der Schule durchgeführt werden, engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer: Jahr für Jahr findet die Burkina-Faso-Woche in der St.-Johannis-Schule und die Aktion für Schwester Maria in der St.-Marien-Schule statt. Die Erträge fließen in Projekte, in denen Menschen in Afrika Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Die Arbeitsgemeinschaft "Eine Welt", bestehend aus Jugendlichen der verschiedenen Abteilungen unter Leitung einer Lehrerin, informiert über wirtschaftliche Verflechtungen in der Einen Welt, über Menschen und Projekte aus der armen Welt des Südens und verkauft in den Pausen Waren aus Fairem Handel. Alle für die Schule Verantwortlichen legen Wert auf eine funktionierende Schulgemeinschaft, dazu gehören z. B. Toleranz und Rücksichtnahme im Umgang miteinander, höfliche Umgangsformen, die Einhaltung von Regeln und Pflichten, die Ordnung im Schulgebäude, aber auch die Wahrnehmung von Rechten und die aktive Mitwirkung bei der Gestaltung des Schullebens. Verlässliche Klassengemeinschaften, in denen sich die Schüler wohlfühlen, halten wir für wichtig. Darum werden die Klassen nach Möglichkeit während der Schulzeit durchgängig von den Klassenlehrern im eigenen Klassenraum betreut. Sie regen gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Unterrichts an, wie z. B. Theaterbesuche, Ausflüge, Exkursionen. Sie führen in der Regel alle zwei Jahre Klassenfahrten durch. Schülersprechtag und Elternsprechtag haben ihren festen Platz im Jahresablauf. Zwei Beratungslehrer bieten allen an der Schule Beteiligten Hilfen in persönlichen und schulischen Belangen und bei Konflikten innerhalb einer Klasse oder Gruppe an. Mitwirkungsmöglichkeiten über den Unterricht hinaus gibt es für Schüler ab Klasse 5 im Schülerrat =Schülervertretung. Eine wichtige Kommunikationsstätte ist unsere Cafeteria, in der alle in der Schule Tätigen ein gesundes Pausenbrot, Getränke, selbst zubereitete Speisen und Leckereien zum Selbstkostenpreis erwerben können. Mütter, Großmütter und Väter bieten diesen Dienst ehrenamtlich an, in den Pausen werden sie von Schülerinnen und Schülern unterstützt. In der Integrierten Haupt- und Realschule findet in jedem Jahr in Klasse 9 für die Teilnehmer am Französischunterricht ein Schüleraustausch mit einer Partnerschule in Perigueux/Frankreich statt, in der Abteilung Gymnasium existiert eine Briefpartnerschaft mit der Dallastown Area Highschool in York/Pennsylvania. Im Juni dieses Jahres wird eine Schülergruppe von dort die St.-Johannis-Schule besuchen. Beides fördert den Gebrauch der Fremdsprachen und die Völkerverständigung. Interessierte Schüler und Schülerinnen können sich an einer Vielzahl von Schülerinnen- /Schüler- und Jugendwettbewerben beteiligen. Regelmäßig vertreten sind wir beim Vorlesewettbewerb, Fremdsprachenwettbewerb, beim Wirtschaftswettbewerb der Bremer Handelskammer, beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sowie bei Wettbewerben, die von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgeschrieben werden. In den letzten Jahren waren auch mehrfach Schüler und Schülerinnen von uns unter den Siegern. Einen wichtigen Platz im Schulleben nimmt auch die Durchführung von Aktionen und Projekten ein, die außerhalb des regulären Unterrichts stattfinden. Dazu gehören beispielsweise unsere "Friedenstage", an denen sich die Klassen mit einem aktuellen Thema auseinandersetzen. Einladungen von Experten, Erkundungsgänge zu verschiedenen Einrichtungen gehören zu unserem Schulprogramm. Zur Vorbereitung auf die Berufswahl führen wir mit allen Klassen Betriebserkundungen durch. Im 9. Schuljahr nehmen alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Faches Arbeitslehre an einem dreiwöchigen Betriebspraktikum in einem Produktionsbetrieb oder einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl teil. Zusätzlich zu den Pflichtstunden bieten wir Arbeitsgemeinschaften an, die nachmittags stattfinden und von allen Schülern und Schülerinnen ab Klasse 7 gewählt werden können. Das Angebot variiert manchmal je nach Interessen. Es kann sein: Volleyball, Hockey, Fußball, Rudern, Tischtennis, Darstellendes Spiel, Schüler- und Schülerinnenband, Eine Welt, Politische Bildung, Foto, Kunst, Schülerinnen und Schülerzeitung. Unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler berichten immer wieder, dass wir ihnen eine gute Grundlage an Wissen und sozialen Fähigkeiten vermittelt haben, mit denen sie in ihren nachfolgenden Ausbildungsgängen erfolgreich bestehen können. Wenn man so will, orientieren sich die Schulen am Heiligen Ansgar, dem ersten Bremer Erzbischof, der am Dom eine erste Schule in Bremen ansiedelte. Sein Motto lautete: „Er wollte dem Blinden Auge, dem Lahmen Fuß und dem Armen ein wahrer Vater sein“. Grundschulen: St.-Johannis-Schule - Stadtmitte Tiefer 12 - Tel.: 0421 / 36 94 170 E-Mail: johannis-gs@ks-bremen.de St.-Antonius-Schule - Osterholz Oewerweg 40 - Tel.: 0421 / 42 42 99 E-Mail: antonius@ks-bremen.de St.-Pius-Schule - Huchting Willakedamm 6 - Tel.: 0421 / 58 38 77 E-Mail: pius@ks-bremen.de St.-Marien-Schule - Walle Hauffstraße 2 - Tel.: 0421 / 38 09 370 E-Mail: marien@ks-bremen.de St.-Joseph-Schule - Oslebshausen Alter Heerweg 35 - Tel.: 0421 / 64 04 95 Sekundarstufe I und II: St.-Johannis-Schule - Dechanatstraße 9 Tel.: 0421 / 36 94-180 - Fax.: 36 94-186 Am Ende des 10. Schuljahres können folgende Abschlüsse erreicht werden: Hauptschulabschluß, Erweiterter Hauptschulabschluß, Realschulabschluß, Realschulabschluß mit der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Am Ende der 10. Klasse der gymnasialen Abteilung erhält man die Versetzung in die 11. Klasse der gymnasialen Oberstufe. Klassen 5 und 10: Hohe Straße 6 Tel.: 0421 / 36 94-180 - Fax.: 36 94-186 Integrierte Haupt- und Realschule Dechanatstraße 9 Tel.: 0421 / 36 94-180 Fax.: 36 94-186 In den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik und Chemie werden nach Leistung differenzierte Kurse eingerichtet. In den übrigen Fächern werden alle Schüler und Schülerinnen zusammen im Klassenverband unterrichtet. Es gibt ein vielfältiges Wahlangebot im praktischen Bereich, in dem nach Neigung gewählt werden kann. Gymnasiale Abteilung Dechanatstraße 9 Tel.: 0421 / 36 94-180 Fax.: 36 94-186 Die zweite Fremdsprache ist entweder Latein oder Französisch. Die übrigen Fächer werden im Klassenverband unterrichtet.
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