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11.05.2017

Fatima Prozession 2016 / Foto: Kath. Gemeindeverband - Dr. Martina Höhns

100 Jahre Fatima – 30 Jahre Fatima-Prozession in Bremen

Doppeljubiläum wird am 13. und 14. Mai besonders gefeiert

100 Jahre Fatima und 30 Jahre Fatima-Prozession in Bremen: Zu diesem Doppeljubiläum laden deutsche, polnische und portugiesische Katholiken aus ganz Bremen und dem Umland am 13. und 14. Mai nach Walle ein.

Die große Fatima-Prozession findet am Sonntag, den 14. Mai um 11 Uhr statt. Dabei wird eine mit Blumen geschmückte Statue der Muttergottes von Fatima in einer festlichen Prozession durch die Straßen getragen. Begleitet wird sie von Bannerträgern und Blumenkindern in ihren Kommunionkleidern.

Der Festzug startet um 11.00 Uhr an der St. Marien-Kirche in der St.-Magnus-Str. 2 in Walle. Von dort führt er über den Steffensweg, die Bremerhavener Straße und die Wartburgstraße zurück zur St.-Magnus-Straße. Die Prozession endet in der St. Marien-Kirche, in der im Anschluss eine heilige Messe mit den früheren Osnabrücker Weihbischof Theodor Kettmann gefeiert wird. Danach lädt die Gemeinde ein zu einem gemütlichen Beisammensein mit Imbiss.

Aus Anlass des besonderen Jubiläums findet am Vorabend, am Samstag, den 13. Mai um 20 Uhr eine Lichterprozession an der St. Marien-Kirche in Walle statt.

Die Portugiesin Maria Pais hatte in den 1980er Jahren die Initiative ergriffen, auch in Bremen eine Fatima-Prozession durchzuführen. Sie musste einige Widerstände überwinden und Bedenken ausräumen, ehe 1987 die erste große Fatima-Prozession in der Hansestadt stattfinden konnte. Bis 2012 zog die Prozession durch Gröpelingen. Nach der Profanierung der St. Nikolaus-Kirche fand die Fatima-Madonna in der St. Marien-Kirche in Walle ein neues Zuhause und die Prozession zieht seitdem durch Walle.

Mit dem großen Festzug und dem feierlichen Gottesdienst wird auch in Bremen an das Marienfest in dem portugiesischen Wallfahrtsort Fatima erinnert. Der kleine Ort liegt etwa 130 km nördlich von Lissabon und gehört heute zu den berühmtesten Wallfahrtsorten der Welt.

Am 13. Mai 1917 soll hier drei Hirtenkindern die Gottesmutter Marien erschienen sein und sie angewiesen haben, den Rosenkranz für den Frieden in der Welt zu beten. Sechs Monate lang soll sie danach immer am 13. eines Monats erschienen sein. Sie brachte den Kindern - Jacinta und Francisco Marto und Lucia dos Santos - Botschaften, die heute als die "Geheimnisse von Fatima" bekannt sind. Die Erscheinungen endeten am 13. Oktober 1917 mit einem furiosen Sonnenphänomen, das zehntausende Schaulustige mit ansahen. 1930 wurden die Marienerscheinungen von der katholischen Kirche als glaubwürdig anerkannt. Am 12. und 13. Mai wird Papst Franziskus Fatima besuchen, um den 100. Jahrestag der Marienerscheinungen zu feiern. Bei der Heiligen Messe am 13. Mai wird er zwei der Hirtenkinder, Jacinta Marto (1910-1920) und Francisco Marto (1908-1919), heilig sprechen. Das dritte Hirtenkind, Lucia dos Santos, erreichte als einziges der drei das Erwachsenenalter. Sie wurde Ordensfrau und starb erst 2005 im Alter von 98 Jahren.

Die Verehrung der Madonna von Fatima ist seit 1917 Teil der portugiesischen Identität und Geschichte. Heute gehört Fatima mit jährlich zwischen vier und sechs Millionen Pilgern neben Lourdes in Frankreich, Guadalupe in Mexiko und Aparecida in Brasilien zu den größten katholischen Wallfahrtsorten. Die öffentliche Verehrung „Unserer Lieben Frau von Fatima“ wird weltweit praktiziert. Die Marienverehrung hat In der katholischen und in den orthodoxen Kirchen eine lange Tradition.

Bild (Martina Höhns): Fatima-Prozession 2016

Bremen (mh) Pressemitteilung des katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 05.05.2017