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1 Thess 5,21

02.09.2011

Projektwoche Mobiliät an der St.-Johannis-Schule im September 2011

Internetzugang wichtiger als Auto

Schüler präsentieren Ergebnisse der Projektwoche Mobilität

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 02.09.2011

Schüler verzichten lieber auf Auto als auf Internetzugang
Überraschende Ergebnisse der Projektwoche „Mobilität“ an der St.-Johannis-Schule

Bremen (mh) Eine Woche lang stand alles im Zeichen der Mobilität für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10e, 10f und 11A an der St.-Johannis-Schule. Unter dem Titel „Mobiles Zukunftsszenario zwischen Beschleunigung und Entschleunigung“ stellten sie heute ihren Eltern und Mitschülern die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form von Plakaten, Filmen und Modellen vor. Eindeutiges Ergebnis: Das Konzept des Shared-Space ist noch kaum bekannt birgt aber Chancen für das veränderte Mobilitätsverhalten der Zukunft.

Andreas Brodersen und Peter Jordan vom Verein Ökostadt e.V. und die beiden Politiklehrerinnen Claudia Schmitt und Ursula Stielike hatten die Projektwoche im Fach Politik vorbereitet. Es war das vierte Projekt das der Verein Ökostadt mit einer Schule durchgeführt hat, bereites das zweite mit der katholischen St.-Johannis-Schule im Schnoor.

Im Mittepunkt standen diesmal Verkehrs- bzw. Bewegungskonzepte der Zukunft, besonders in Innenstädten. Intensiv setzten sich die Teilnehmer mit ihrem eigenen Mobilitätsverhalten und den neuen Konzepten „Shared-Space“ und „Street reclaiming“ auseinander. Dabei gehe es um ein gleichberechtigtes Miteinander verschiedener Verkehrsteilnehmer im öffentlichen Straßenraum, der mehr als Aufenthaltsraum gesehen wird, erläutert Stielike die Konzepte. Statt verbriefter Rechte einzelner Verkehrsteilnehmer soll Kommunikation den Verkehrsfluss regeln und der Verkehr soll klimaverträglicher werden.

Für die Politiklehrerin ein interessantes Ergebnis der Projektwoche: Vor die Wahl gestellt, würden die meisten Schüler lieber auf ein Auto verzichten als auf einen Internetzugang. Für Brodersen und Jordan ist das Konzept der Projektwoche aufgegangen: Erst wenn Menschen Verkehrssysteme verstehen und analysieren können, können sie sich auch argumentativ mit Alternativen auseinandersetzen. „Bei den Schülern hat sich die ganze Bandbreite des Meinungsspektrums im Blick auf Shared Space gezeigt: von totaler Ablehnung bis Begeisterung“, so Jordan.

Die Schülerinnen und Schüler hatten zahlreiche Interviews geführt und ausgewertet und so gelernt, Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen. Vertreter der Handelskammer oder Geschäftsinhaber hatten andere Meinungen über Zugangsbeschränkungen zur Innenstadt oder Shared Space-Konzepte als Vertreter des Senators für Umwelt und Verkehr, Repräsentanten des ADAC andere als die des ADFC. Kinder und Fußgänger hatten andere Bedürfnisse als Autofahrer, Menschen mit Behinderungen andere als Radfahrer. Bei einer Befragung in der östlichen Vorstadt machten die Schüler die Erfahrung: Von 83 Befragten kannten 80 das Shared-Space-Konzept gar nicht.

Auch mit der Verkehrssituation rund um ihre Schule hatte sich eine Schülergruppe beschäftigt, dazu einen Film gedreht und ein Modell gebaut. Aber ob die Dechanatstrraße zu einem Shared-Space werden soll, dafür gab es sowohl Pro als auch Contra Argumente.

Bilder (Martina Höhns/Suzana Muthreich):

  • Peter Jordan und Andreas Brodersen vom Verein Ökostadt mit Schülerinnen und Schülern der St.-Johannes-Schule, die sich in der Projektwoche mit der Verkehrssituation rund um die Schule beschäftigt haben.

  • Präsentation der Ergebnisse der Projektwoche Mobilität.

Weitere Informationen bei Ursula Stielike unter Tel.: 0421/ 707340.