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20.04.2012

Schwester M. Ingeborg mit Pastoralreferent Bernhard Memering und Pastor Reinhard Gilster / Bilder: © Suzana Muthreich

Schwester M. Ingeborg mit Pastoralreferent Bernhard Memering und Pastor Reinhard Gilster / Bilder: © Suzana Muthreich

„Sie hatte immer Zeit“

Schwester Ingeborg nach 20 Jahren aus Bremen verabschiedet

Bremen (mh) 20 Jahre hat Schwester M. Ingeborg Heidermann als Krankenhausseelsorgerin in Bremen gearbeitet, die letzten zehn davon im St. Joseph-Stift. Gestern wurde die 72jährige Ordensfrau unter großer Anteilnahme mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang verabschiedet. Zukünftig wird sie auf Wunsch ihres Ordens in der Krankenhausseelsorge in Löningen tätig sein.

„Sie strahlt eine Atmosphäre der Ruhe aus und hat immer Zeit für Menschen in Not“. So würdigte der Leiter des Katholischen Krankenhauspfarramtes Bernhard Memering den Einsatz von Schwester Ingeborg. In vielen Gesprächen hat sie Patienten und ihren Angehörigen zugehört und ihnen in schweren Stunden beigestanden. Ihre ganz besondere Sorge galt Sterbenden und Schwerstkranken. Dabei war ihr Arbeitsmotto: „Sterbende und Schwerstkranke sollen nicht alleine sein“.

Eine gute Krankenhausseelsorgerin sollte schweigen und gut zuhören können, ist die Ordensschwester überzeugt. Mit 23 Jahren trat die in Erle bei Dorsten geborene Frau nach einer Ausbildung zur Friseurin in den Orden der Mauritzer Franziskanerinnen ein. Zwanzig Jahre lang war sie im St. Rochus-Hospital in Telgte im Bereich der Beschäftigungstherapie tätig. Nach einer kurzen Zeit in Lingen kam sie 1992 nach Bremen.

In der Hansestadt hat Schwester Ingeborg, die in ihrer knappen Freizeit gerne bastelt, besonders die Altstadt und den Bürgerpark geliebt. Vermissen wird die großgewachsene Frau auch das Seelsorgeteam, in dem die katholischen Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger in Bremen zusammenarbeiten und sich austauschen.

Für die katholische Krankenhausseelsorge hat Schwester Ingeborg unter der zentralen Rufnummer 0421/3470 eine Tag- und Nachtbereitschaft gewährleistet. So hat sie dafür gesorgt, dass - wenn dies gewünscht wurde - ein Priester zu den Kranken gerufen wurde. „Die sofortige Erreichbarkeit ist in solchen Fällen ganz wichtig“ ist die Krankenhausseelsorgerin überzeugt.

Die immer kürzer werdende Verweildauer der Patienten in den Krankenhäusern hat auch die Arbeit der Seelsorge verändert. Oft bleibt nur wenig Zeit für eine erste Kontaktaufnahme. Für das St. Joseph-Stift hat die überzeugte Seelsorgerin zum Abschied zwei Wünsche: „Dass es weiterhin das beste Krankenhaus in Bremen bleibt und eine gute Belegschaft“.


Bild (Suzana Muthreich)
Schwester M. Ingeborg Heidermann mit dem Leiter des Katholischen Krankenhauspfarramtes, Pastoralreferent Bernhard Memering, und dem evangelischen Krankenhausseelsorger am St. Joseph-Stift, Pastor Reinhard Gilster, bei ihrer Verabschiedung am 18.04.2012 in der Kapelle des St. Joseph-Stiftes.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 19.04.2012