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02.05.2012

Das Vorbereitungsteam / Bild: © Dr. Martina Höhns

Das Vorbereitungsteam / Alle Bilder: © Dr. Martina Höhns

Bundesvorsitzende der KAB Sabine Schiedermair / Bild: © Dr. Martina Höhns

Bundesvorsitzende der KAB Sabine Schiedermair

Sabine Schiedermair und Annette Düring, Regionalvorsitzende DGB Bremen Elbe-Weser / Bild: © Dr. Martina Höhns

Sabine Schiedermair und Annette Düring, Regionalvorsitzende DGB Bremen Elbe-Weser

Gewerkschaft und Katholische Arbeitnehmer fordern Mindestlohn

Ökumenischer Gottesdienst zum 1. Mai

Einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 9,70 Euro pro Stunde forderte die Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB), Sabine Schiedermair, heute in ihrer Kanzelrede beim Ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Arbeit in der Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen. Ebenso wie Annette Düring, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Land Bremen, setzt sich die KAB für einen gesetzlichen Mindestlohn ein. „Er und nur er gewährleistet, dass Menschen heute abgesichert sind und dass sie im Alter nicht unter der Armutsgrenze leben“, so Schiedermair.

Weitere Forderungen der 39jährigen KAB-Vorsitzenden Schiedermair waren die Einführung der Finanztransaktionssteuer, der Erhalt des arbeitsfreien Sonntags und der Schutz vor ständiger Erreichbarkeit der Arbeitnehmer. Als Beispiel für Solidarität und Kollegialität unter Arbeitnehmern schilderte die KAB-Vorsitzende die Hilfe von Hafenarbeitern in Hamburg: Aus Solidarität mit einem Kollegen, dessen Frau an einem Hirntumor erkrankt war, verzichteten alle Kollegen auf einen Tag Jahresurlaub, so dass der Mann für ein Jahr freigestellt werden konnte, um sich um seine kranke Frau und sein Kind zu kümmern.

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bremen, Annette Düring, warnte davor, den Staat kaputt zu sparen. Nach der Finanzkrise sei die Krise der Staatsfinanzen gekommen, weil dem Staat jetzt all das Geld fehle, das die Banken gerettet habe. Deshalb fehle jetzt das Geld beim Ausbau von Kindertagesplätzen, zur besseren Schulversorgung und bei der Sanierung von Straßen. Düring sprach von einer „4 Klassen-Gesellschaft“ in den Betrieben aus Stammbelegschaft, Leiharbeitern, Werksverträgen und neuerdings Leiharbeit auf Werkvertragsebene. Es sei nicht gerecht, dass immer weniger Firmen Tariflöhne zahlten. Der Sozialstaat habe erhebliche Risse bekommen und werde ausgeplündert von Politikern, die die Demokratie dem Markt unterordneten.

Kerstin Bringmann, Betriebsrätin bei der Arbeiterwohlfahrt, erinnerte daran, dass gute soziale Arbeit etwas koste. Durch die Privatisierung von sozialen Dienstleistungen habe eine Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen begonnen. Nur ein „guter allgemeingültiger Tarifvertrag, der Arbeitsbedingungen für alle sozialen Dienstleistungen“ regele, könne diese Abwärtsspirale aufhalten.

Der Personalratsvorsitzende beim Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen Carsten Feldmann warnte vor Personalabbau und Privatisierung und rief zu gemeinsamen Aktionen gegen das weit verbreitete Gefühl der Ohnmacht auf.

Der ökumenische Gottesdienst zum Tag der Arbeit wurde live in Nordwestradio übertragen.

Bilder (Martina Höhns):
Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung Sabine Schiedermair (links) und Annette Düring, Regionalvorsitzende DGB Bremen Elbe-Weser;
Das Team aus Kirchen und Gewerkschaften, das den ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Arbeit vorbereitet hat:
Von links nach rechts: Peter Dahm, Martin Kratzsch, Tim Günther, Schriftführer Renke Brahms, Maria Jahnke, Carsten Feldmann, Sabine Schiedermair, Kerstin Bringmann, Annette Düring, Propst Dr. Martin Schomaker, Inge Danielzick, Pastor Peter Oßenkop.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 01.05.2012.