Aktuelle Mitteilungen

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Da sahen sie,

dass der Stein vom Grab

weggewälzt war.

Lk 24,2

26.05.2017

Fotos: Kath. Gemeindeverband - Dr. Martina Höhns

Religionsgespräche unter Frauen

Katholikinnen besuchen jüdische Gemeinde

Renata Bas hatte viele Fragen zu beantworten: Was passiert in einem jüdischen Gottesdienst? Warum sitzen Frauen und Männer in der Synagoge getrennt? Was ist der Unterschied zwischen einer Menora und einem Chanukka-Leuchter? Welche Bedeutung haben die Bildmotive in den Fenstern der Synagoge? Wie wird koscher gekocht? Als Vertreterin der Jüdischen Gemeinde hat sie am 23. Mai 25 Frauen vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) zu einem Besuch in der Bremer Synagoge empfangen.

Maria Wedewer-Steffen und Monika Schmidt hatten den Besuch organisiert. Die Jüdische Gemeinde im Lande Bremen ist mit fast 1100 Mitgliedern eine der größeren jüdischen Gemeinden Deutschlands. Seit 1961 liegt sie an der Schwachhauser Heerstraße. Die frühere Synagoge an der Kolpingstraße (früher Gartenstraße 6) wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört. Viele Mitglieder der jüdischen Gemeinde stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Zur Gemeinde gehört unter anderem ein Kindergarten, ein Jugendzentrum, ein Frauenverein, ein Männerclub, ein Chor, eine Tanzgruppe, eine Sportgruppe sowie eine Gruppe, die sich um die rituellen Waschungen der Verstorbenen kümmert.

Renata Bas erinnerte besonders an Bertha Pappenheim, die Gründerin des Jüdischen Frauenbundes. Sie wurde am 27. Februar 1859 in Wien geboren und starb am 28. Mai 1936 in Neu-Isenburg. Die deutsch-jüdische Frauenrechtlerin, Sozialarbeiterin und Schriftstellerin gilt als bedeutende Kämpferin gegen den Mädchen- und Frauenhandel.

Der informative Nachmittag endete bei Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal.

Bilder (Martina Höhns): Renata Bas von der jüdischen Gemeinde beantwortet Fragen der katholischen Frauen vom KDFB am 23. Mai in der Bremer Synagoge.

Bremen (mh) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 24.05.2017.