Aktuelle Mitteilungen

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Ich bin das Brot
des Lebens.

Joh 6,48

06.10.2015

Bild (© Hartmut Schwarzbach / missio): Fr. Renatus Karumuna CSSp

Pater berichtet über Arbeit in Tansania

Missio-Jahresaktion im Bistum Osnabrück wird in Bremen eröffnet

Mit einem Gottesdienst am 18. Oktober um 09.30 Uhr in der St. Godehard-Kirche in Hemelingen eröffnet das Bistum Osnabrück in diesem Jahr die Jahresaktion des internationalen katholischen Hilfswerkes missio. Schwerpunktthema der Jahresaktion 2015 ist die Situation der Kirche in Tansania.

Zu Gast ist Pater Renatus Karumuna. Der 47-Jährige leitet eine Pfarrei mit sechs Außenstationen und ein angeschlossenes Schulinternat in Engikaret im Norden des ostafrikanischen Landes. Bereits am Freitag, den 16. Oktober um 18.00 Uhr wird er in der St. Thomas-Kirche in Blockdiek (Grenzwehr 61) über seine Arbeit und sein Leben am Fuß des Kilimandscharo berichten und dazu Bilder und einen Dokumentarfilm zeigen. Dazu gibt es einen Abendimbiss mit Speisen aus Tansania. Interessierte sind zu dem Begegnungsabend und dem Gottesdienst mit Pater Renatus Karumuna, der zur Ordensgemeinschaft der Spiritaner gehört, herzlich eingeladen.

Seit 2009 lebt und arbeitet Pater Renatus in der Pfarrei Engikaret, in der die meisten Menschen zu den Massai gehören. Vorher hat er fünf Jahre mit einem Hirtenvolk in Äthiopien gearbeitet. Danach hat er in seinem Heimatland Tansania in der westlichen Region Kigoma Flüchtlinge betreut und sich in der Jugendarbeit engagiert.

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt es Rang 159 unter 187 Staaten ein. Die Mehrheit der 49 Millionen Einwohner lebt als Selbstversorger auf dem Land. Die Infrastruktur ist extrem schlecht. Es gibt kaum Straßen. Das staatliche Gesundheitssystem ist marode, der Bildungsstand vieler Menschen sehr niedrig. Es ist schwierig, gut bezahlte Arbeit zu finden. Selbst vom Tourismus, der zu den wichtigsten Einkommensquellen Tansanias gehört, profitieren nur wenige. In Tansania leben 130 verschiedene Volksgruppen mit ihren unterschiedlichen Traditionen und Religionen. 30 bis 40 Prozent der Einwohner gehören zu den Christen. Ähnliche Schätzungen gelten für die Muslime. Darüber hinaus gibt es Anhänger traditioneller Religionen.

Auf Sanisbar, dem halbautonomen Teilstaat des Unionsstaates Tansania, gehören 98% der Bevölkerung zum Islam. In jüngster Zeit kommt es dort immer wieder zu Anschlägen auf Christen und moderate Muslime.

Trotz aller Schwierigkeiten engagiert sich die katholische Kirche Tansanias mit ihren rund 14 Millionen Mitgliedern stark in zahlreichen sozial-pastoralen Initiativen. Sie betreibt Gesundheitszentren und unterhält viele der besten Schulen im Land, die auch von Angehörigen anderer Religionen besucht werden. So trägt die Kirche maßgeblich zu einer friedlichen Zukunft Tansanias bei.

Weitere Informationen über den Besuch von Pater Renatus Karumuna in der Pfarrei St. Raphael, zu der die Kirchen St. Godehard und St. Thomas gehören, bei Christian Adolf unter Mail: C.Adolf@remove-this.bistum-os.de .

Bild (© Hartmut Schwarzbach / missio): Fr. Renatus Karumuna CSSp berichtet in Bremen über seine Arbeit in Tansania.

Bremen (mh) Presseinformation des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 06.10.2015.