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22.05.2016

Natur verbindet Jung und Alt

Pflanzaktion der Kita St. Ursula

 

Natur verbindet.
Kita-Kinder aus St. Ursula und Senioren aus dem Haus Elisabeth gärtnern gemeinsam.

Für Imke Meyer ist es ein besonderer Tag. Die Leiterin der Kindertagesstätte St. Ursula, ihre Kolleginnen und 37 Kinder haben sich für eine große Pflanzaktion verabredet. Mit den Bewohnern des benachbarten Pflegeheims Haus Elisabeth in Schwachhausen wollen sie ein Hochbeet bepflanzen, eine Kräuterspirale anlegen und einen Blumenteppich flechten. Doch bevor das Gärtnern losgeht singen die Jungen und Mädchen für die Senioren, die das sichtlich genießen und zum Teil kräftig mitsingen.

Vorbereitet wurde die Pflanzaktion von der Gartentherapeutin Susanne Büssenschütt und der Altentherapeutin Andrea Kessing. Susanne Büssenschütt arbeitet seit fünf Jahren als selbständige Gartentherapeutin in Bremen. Die ausgebildete Krankenschwester und Lehrkraft für Krankenpflege hat früh entdeckt, wie die Natur das soziale, psychische und physische Wohlbefinden besonders alter und dementer Menschen positiv beeinflussen kann. Seitdem schult sie Betreuungskräfte in Alten- und Pflegeeinrichtungen und initiiert die verschiedensten Aktionen, die dazu beitragen, dass „Senioren aufblühen können“, wie sie es formuliert. Die gebürtige Schweizerin hat ihre Liebe für das Gärtnern von ihrer Großmutter geerbt.

Naturerfahrungen aus der Kinderzeit, altbekannte Bäume, Blumen und andere Pflanzen können bei den alten Menschen ein vertrautes Gefühl auslösen und für emotionale Sicherheit sorgen. Farben, Formen und Düfte der Pflanzen fördern das biografische Erinnern und reizen die Sinne. „Durch die körperliche Betätigung werden Ausdauer, Koordination, körperliches Wahrnehmen und Gleichgewichtssinn trainiert, Feinmotorik und Grobmotorik werden gefördert“, erklärt die Gartentherapeutin. Zudem können die Pflanzen für leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten verwendet werden, wie das Herstellen einer Limonade oder eines Erdbeerkuchens.

Und was gut für die Senioren ist, macht auch den Kindern und Erzieherinnen Spaß. Mit Begeisterung pflanzen sie Erdbeeren, Möhren, Zuckererbsen, Buschbohnen, Kirschtomaten, Johannisbeeren, Minze und Schnittlauch in das neue Hochbeet. Geduldig sortieren sie die Steine für die neue Kräuterspirale und mit viel Phantasie flechten sie Blüten und Gräser in das Blumengitter ein. Dabei helfen die Senioren gerne und geben Tipps, wie man aus Gänseblümchen einen Blumenkranz bindet.

Altentherapeutin Andrea Kessing hat für Alt und Jung ein aufmunterndes Wort. Sie freut sich, dass die Kindertagesstätte St. Ursula in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus Elisabeth liegt und es vielfältige Formen der Zusammenarbeit gibt. Jeden Donnerstag besuchen Senioren die Kita, wenn dort ein Klavierspieler zu Gast ist. Dann wird gemeinsam gesungen und gespielt. Die Kinder lieben es, wenn ihnen die Senioren Geschichten vorlesen  oder mit ihnen Ballspielen.

Imke Meyer, ihre Kolleginnen und die Kinder sind von der Pflanzaktion begeistert. Zufrieden bemalen sie zum Schluss das frisch bepflanzte Hochbeet mit bunten Händen und freuen sich auf die nächste gemeinsame Aktion mit den Senioren von nebenan.

Bilder (Martina Höhns): Natur verbindet Alt und Jung: Pflanzaktion der Kita St. Ursula am 18. Mai 2016.

Die Bilder können honorarfrei im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Pflanzaktion verwendet werden.

Bremen (mh) Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 20.05.2016.