Frauen auf dem Weg

Frauen auf dem Weg

Ich kann nichts anderes geben,

als was du mir schenkst.

Hl. Katharina von Siena

„Lasst uns miteinander gehen, Frauen auf dem Wege“, unter diesem Motto hatte die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in Bremen am 23. Juni eingeladen zum vierten ökumenischen Pilgerweg. 25 Frauen und ein Mann sind dieser Einladung gefolgt und haben sich um 10:30 Uhr an der katholischen St. Georg-Kirche, Ledaweg 2a in Bremen Horn getroffen.

Pastoralreferentin Christiana Zaremba begrüßte die Frauen gut gelaunt und gut vorbereitet. Sie erzählte nicht nur die Geschichte vom Hl. Georg, dem Drachentöter, sondern berichtete auch von vollen Bänken bei den regelmäßig stattfindenden Familiengottesdiensten. In Horn und Oberneuland wohnen viele junge Familien, die zum großen Teil auch noch katholisch sind. Während der Kirchenbesichtigung hatten fleißige Hände im Pfarrzentrum Kaffee gekocht der gerne getrunken wurde bevor die Gruppe zur nächsten Etappe aufbrach.

Die evangelische Kirche Horn befindet sich nur 900 m weiter südlich und ist von einem kleinen Friedhof umgeben. Am auffälligsten ist jedoch die vor dem Eingang stehende 600-jährige Linde. (oder war die Linde sogar noch älter?) Sie konnte bis Heute durch gärtnerische Eingriffe vor dem Verfall gerettet werden. Im Innern der Kirche überraschte die schlichte, blau-weiße Ausmalung und die dominante Kreuzigungsgruppe hinter dem Altar. Eigentlich heißt die Kirche „Vom Heiligen Kreuz“, doch offensichtlich ist der Name unter den evangelischen Christen nicht sehr beliebt, denn selbst auf der Homepage der BEK ist dieser Name nicht vermerkt.

Weitere 1,5 km südlich wurde die Pilgerschar bereits erwartet um die ev. Kirche St. Remberti zu erkunden. „Unsern lieben Herrgott sein Landhaus" wird sie gelegentlich genannt, die St. Rembertikirche, die 1951 in Schwachhausen, Friedhofstraße, eingeweiht wurde. Gemütlich und einladend fanden es auch die Frauen in der Kirche. Besonders beeindruckend ist das Kruzifix des bedeutenden expressionistischen Künstlers Ernst Barlach. Nicht weil es ein wertvolles Kunstwerk ist, sondern weil die von ihm ausgehende menschliche Haltung berührt.

Sehr lange konnte die Gemütlichkeit allerdings nicht ausgekostet werden, denn einen Kilometer weiter wartete Pastor Peter Oßenkop an der Tür des Gemeindehauses Unser Lieben Frauen. Nicht wenige waren erstaunt in Schwachhausen das Gemeindehaus der großen Kirche aus der Bremer Innenstadt vorzufinden. „Unser Gemeindehaus am Schwachhauser Ring liegt günstig in Schwachhausen wo auch ein großer Teil unserer Gemeindemitglieder wohnt. Hier feiern wir sonntags nicht nur um 9:00 Uhr Gottesdienst, sondern auch viele der Veranstaltungen und Gruppentreffen unserer Gemeinde finden hier statt. Regelmäßig treffen sich hier auch Kirchenversammlung, Kirchenkonvent und Kirchenvorstand zu Ihrer Arbeit.“ so die Erklärung von Pastor Oßenkop.

Die Kapelle am St. Joseph-Stift, dem katholischen Krankenhaus in Bremen, war nun die letzte Station auf dem diesjährigen Pilgerweg. Sr. Fabiana musste zum neugotischen Kirchengebäude,  nicht sehr viel sagen, da viele Frauen die Kapelle bereits kannten. Sie erzählte aber von den noch fünf Schwestern der Franziskanerinnen von Mauritz, die im und um das St. Joseph-Stift arbeiten.

Am Stift war nun der 4,2 km lange Weg beendet. Uta Pointner und Christa Hülsmeyer hatten mit Pilger- und Segensgebeten die Stationen am Weg bereichert  und einen runden Rahmen geschaffen für das Anfangs- und Schlusslied von Ulla Frantzen, geistliche Begleiterin der kfd-Bremen, die das erste Mal mitpilgern konnte und sichtlich begeistert war.

Viele Frauen stürmten zum Schluss noch das Krankenhaus-Café um sich für den Rückweg zu stärken. Alle jedoch freuen sich schon auf den Pilgerweg 2013!

Text und Bilder: Suzana Muthreich

St. Georg Kirche
Bilder vom Pilgerweg 2012 / Fotos: Suzana Muthreich
Gebet am Weg
Unser Lieben Frauen
St. Remberti-Kreuz
St. Remberti
Frauen auf dem Weg
Kirche Horn Kreuzgruppe
Kirche Horn
Linde vor der Kirche
Frauen auf dem Weg
St. Georg Kirche
Kapelle St. Joseph-Sift